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(29.04.2021) Ab Freitag geht es für die chinesischen Schwimmer bei den nationalen Meisterschaften in Qingdao um die Tickets zu den Olympischen Spielen. Einheimischen Berichten zufolge wird damit gerechnet, dass auch der umstrittene Starschwimmer Sun Yang bei den Wettbewerben auf den Block steigt. Da es noch keine Startlisten gibt, lässt sich das zwar nicht bestätigen. Sicher ist aber: Für die Olympischen Spiele in Tokio ist er bereits qualifiziert.

Unabhängig davon, ob er in Qingdao antritt, hält der chinesische Verband Sun Yang einen Startplatz bei Olympia frei. Dies geht aus den nationalen Nominierungsvoraussetzungen hervor, laut denen die Goldmedaillengewinner der WM 2019 automatisch für Tokio gesetzt sind. Sun Yang hatte bei den Titelkämpfen in Korea die 200 und 400m Freistil gewonnen. Auch Rückenschwinner Xu Jiayu ist als amtierender Weltmeister über die 100m Rücken damit bereits qualifiziert. 

Ob wir Sun Yang tatsächlich in Tokio sehen werden, liegt jedoch nicht in den Händen des chinesischen Verbands. Die Entscheidung darüber trifft in etwa vier Wochen der Sportgerichtshof CAS. Hier wird zwischen dem 24. und 28. Mai erneut darüber verhandelt, ob Sun Yang aufgrund seines Verhaltens bei einer Dopingkontrolle im September 2018 gesperrt wird. 

Eigentlich war bereits im Februar 2020 gegen Sun Yang eine achtjährige Sperre verhängt worden. Dieses Urteil wurde jedoch von einem Schweizer Bundesgericht revidiert, da der damalige Vorsitzende der CAS-Verhandlung wegen rassistischer Tweets für befangen befunden wurde. Bis zu einem neuen Urteil durch den CAS ist Sun Yang nun wieder startberechtigt und könnte theoretisch auch bei den morgen beginnenden Meisterschaften antreten.

Weitere Hintergründe zum Fall Sun Yang gibt es hier: