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(22.07.2019) Die FINA hat Konsequenzen aus der Protest-Aktion des Australiers Mack Horton gegen den Umgang des Weltverbandes mit der aktuellen Dopingaffäre um Chinas Superstar Sun Yang gezogen – und sowohl Horton als auch den australischen Schwimmverband schriftlich verwarnt.

Der Olympiasieger aus Down Under hatte sich nach dem Gewinn der Silbermedaille über die 400m Freistil am Sonntag geweigert, neben Sun Yang nach dessen Titelverteidigung aufs Podium zu steigen. Gegen den Chinesen läuft ein Verfahren beim Sportgerichtshof CAS, weil er Dopingfahndern zufolge nach einer unangekündigten Kontrolle im September 2018 bei ihm genommene Proben von seinen Sicherheitsbediensteten zerstören ließ.

„Die Angelegenheit, wegen der Mack Horton angeblich protestierte, wird derzeit vom CAS untersucht. Daher ist es nicht angemessen, dass die FINA diese Anhörung vorverurteilt und sich in dieser Sache weiter äußert“, erklärte der Weltverband in einem Statement am Montag. Diese „Vorverurteilung“ hätte man leicht umgehen können, indem das für September angesetzte Verfahren gegen Sun Yang vor die WM gelegt worden wäre. Der CAS erklärte bereits, dass dies kein Problem gewesen wäre.

So sorgt allein die Anwesenheit Sun Yangs bei der WM bei vielen seiner Konkurrenten für mittlerweile mehrfach verbal geäußerten Protest. Horton wiederum bekommt seitens der Sportler Unterstützung. Als er nach der gestrigen Wettkampf-Session den Verpflegungssaal im Athletendorf betrat, wurde er dort mit lautstarkem Applaus begrüßt.

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WM-Bilder: Alibek Käsler / swimsportnews