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Es ist die erste Medaille für das deutsche Team bei der diesjährigen JEM in München – und dann direkt eine Goldene! Über die 200m Freistil kürte sich Linda Roth in beeindruckender Manier zur Junioren-Europameisterin. Es ist ihr erster Titel auf der internationalen Bühne.
In 1:57,79 Minuten schlug Roth knapp eine halbe Sekunde vor der Zweitplatzierten Sofia Diakova (1:58,32) an, nachdem sie auf den zweiten 50m die Führung übernommen hatte. Bronze ging dahinter an die Vorjahressiegerin Bianca Nannucci (1:58,82) aus Italien. Mit Juliana Buttler stand noch eine zweite deutsche Hoffnungsträgerin in diesem Endlauf, nachdem sie im gestrigen Halbfinale erstmals die Schallmauer von zwei Minuten unterboten hatte. In 2:00,29 Minuten wurde Buttler starke Sechste.
Der Golderfolg von Linda Roth sollte jedoch nicht die einzige deutsche Medaille an diesem zweiten Wettkampftag bleiben: Über die 50m Brust sprintete Louis Hoffmann in 27,34 Sekunden zur Bronzemedaille. Und auch zum Titel fehlten nur wenige Hundertstel. Diesen sicherte sich der Brite Max Morgen in 27,26 Sekunden. Silber ging an Jan Foltyn (27,29) aus Tschechien. Für Hoffmann war es nicht nur die dritte Bestzeit im dritten Rennen, sondern zudem seine erste internationale Medaille überhaupt.
Ebenfalls im Kampf um Edelmetall vertreten war Mitja Bauer über die 50m Rücken. In 25,61 Sekunden blieb Bauer knapp über seiner Bestzeit aus dem Halbfinale und schlug als Siebter an. In Hinblick auf die verbliebenen zwei Rückenstrecken stimmt dieser Auftritt dennoch optimistisch. Der JEM-Titel ging hier in 24,84 Sekunden an Grigorii Chernogaev aus Russland.
Und auch ein Deutscher Altersklassenrekord sollte an diesem Highlight reichen Wettkampftag noch fallen! Im Halbfinale über die 50m Freistil unterbot Leonie Mau in 25,33 Sekunden ihre eigene Bestmarke von den DJM erneut um eine Hundertstelsekunde. Um diese eine Hundertstel schnappte sich die 16-Jährige als Sechste auch den sicheren Platz im morgigen Finale, während gleich drei Athletinnen zeitgleich dahinter ins Ausschwimmen mussten. Stark unterwegs war auch die zweite deutsche Sprintspezialistin Lara Vandenhirtz, die in 25,47 Sekunden ebenfalls mit neuer Bestzeit Zehnte wurde und das Finale somit nur denkbar knapp verpasste.
Nur kurz nach ihrem Goldtriumph war Linda Roth erneut gefordert, konnte über die 100m Schmetterling aber nicht ins Finale vorstoßen. In 1:01,82 Minuten musste die Magdeburgerin dann doch der kurzen Pause nach den 200m Freistil Tribut zollen und wurde Sechszehnte. Doch die deutschen Farben werden nichtsdestotrotz aussichtsreich in der morgigen Medaillenentscheidung vertreten sein. Nachdem sie am morgen souverän zur Vorlaufbestzeit geschmettert war, machte Yara Fay Riefstahl nun in 59,10 Sekunden als Vierte den Sprung ins Finale perfekt. Riefstahls Bestzeit von den Deutschen Meisterschaften, mit der sie sich auch ins EM-Team schwimmen konnte, steht bei 58,23 Sekunden - eine weitere vielversprechende Medaillenchance für das deutsche Team.
In den Finals ohne deutsche Beteiligung konnten sich zahlreiche Nationen ihre jeweils ersten Goldmedaillen bei den Titelkämpfen in München sichern. So gab es über die 200m Freistil bei den Männern Gold für Ahmet Mete Boylu (1:45,68) aus der Türkei, während der Ungar David Antal über die 200m Schmetterling (1:57,40) nicht zu schlagen war. Bei den Damen durften sich Daria-Mariuca Silisteanu (Rumänien) über Gold über die 50m Rücken (27,94) und Sofia Anufrieva (Neutrale Athleten) über die 50m Brust (30,88) freuen.
Zum Abschluss des zweiten Wettkampftages jubelte das Team der Neutralen Athleten aus Russland in der 4x100m Freistil Mixedstaffel nicht nur über den JEM-Titel, sondern begeisterte in 3:23,96 Minuten erneut mit einem Junioren-Weltrekord. Das Podium komplettierten hier die Quartette aus Großbritannien (3:26,50) und Italien (3:26,97). Die deutsche Staffel war bereits im Vorlauf ausgeschieden.
Die wichtigsten Links zum Thema:
• JEM 2026: Livestream (European Auqatics TV)
• JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV)
• JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse
• JEM 2026: Alle deutschen Starts in München
Bild: HD Media