09. Juli 2026

NEWS zur Junioren-EM 2026 powered by Speedo

Nach dem doppelten Medaillenjubel gestern, konnte das deutsche Team am dritten Wettkampftag der JEM kein weiteres Edelmetall aus dem Schwimmbecken der Münchener Olympiaschwimmhalle fischen – auch wenn in den Finalentscheidungen jeweils nur ein Hauch zum Medaillenglück fehlte. 

Die Damen über die 4x200m Freistil hatten am Morgen als erste deutsche Staffel dieser Titelkämpfe den Finaleinzug perfekt gemacht und verpassten dort als Vierte nur denkbar knapp einen Platz auf dem Podium. In 8:03,72 Minuten zeigten Zarina Selimovic (2:02,34), Melina Nitschke (2:03,85), Juliana Buttler (1:59,74) und die frischgebackene Junioren-Europameisterin Linda Roth (1:57,79) allesamt starke Einzelleistungen und verbesserten ihre Vorlaufzeit deutlich um fünfeinhalb Sekunden. Nichtsdestotrotz gingen die Medaillen an andere Nationen: In 7:56,26 Minuten triumphierte die Staffel aus Italien vor den Neutralen Athletinnen (7:57,34) und dem Quartett aus Großbritannien (7:58,59). 

Über die 100m Schmetterling fehlten Yara Fay Riefstahl gerade einmal fünf Zehntel zur erhofften Medaille. In 59,28 Sekunden schmetterte die Deutsche Vizemeisterin auf Rang Fünf, hätte allerdings mit ihrer Bestzeit von den Deutschen Meisterschaften souverän Gold gewonnen. Bei den Europameisterschaften in Paris wird Riefstahl erneut Teil des deutschen Teams sein und hat somit eine weitere Chance auf einen gelungenen Saisonabschluss. Den JEM-Titel sicherte sich die Italienerin Caterina Santambrogio in 58,63 Sekunden. 

Ebenfalls Platz 5 gab es für Moritz Erkmann im Finale über die 1500m Freistil. Erkmann lag zwischenzeitlich sogar in Führung, musste im letzten Renndrittel jedoch etwas abreißen lassen und beendete das Rennen in dennoch sehr guten 15:18,61 Minuten. Der zweite deutsche Starter Simon Brugger wurde in 16:00,14 Minuten Achter. Über Gold freute sich Mikolaj Litoborski (15:08,02) aus Polen, der sich in einem packenden Zweikampf mit hauchdünnen neun Hundertstelsekunden Vorsprung durchsetzte. Bei den Damen ging die Goldmedaille über die 1500m Freistil an Kseniia Misharina (16:05,46) für die Neutralen Athletinnen. 

Einen Startplatz in ihrem ersten JEM-Finale hatte sich auch Leonie Mau über die 50m Freistil erkämpft. Nachdem sie im Halbfinale mit einem neuen Altersklassenrekord begeistert hatte, blieb sie im Finale nur neun Hundertstel über ihrer Bestmarke und krönte ihr Debüt in 25,42 Sekunden auf Rang Sieben. Zu Gold sprintete die Britin Theodora Taylor (24,82). 

Im selben Finale wird morgen bei den Männern dann Larus Thiel das deutsche Team vertreten. In 22,36 Sekunden zog Thiel als starker Vierter zeitgleich mit zwei anderen Schwimmern in den Endlauf ein. Auf Bahn Vier wird im Finale dann Jan Foltyn aus Tschechien zu sehen sein, der in 22,03 Sekunden die schnellste Zeit der Konkurrenz ins Becken setzte. 

Neben Larus Thiel konnten sich noch drei weitere deutsche Hoffnungsträger aussichtsreich in die Medaillenentscheidungen des morgigen Tages schwimmen. Besonders vielversprechend platziert ist Mitja Bauer über die 200m Rücken. In 1:59,87 Minuten knackte Bauer nicht nur eindrucksvoll die zwei Minutenmarke, sondern musste mit Mateusz Bienkowski (1:58,51) aus Polen lediglich einem anderen Schwimmer den Vortritt lassen. 

Die nächste Medaillenchance wartet zudem auf Louis Hoffmann, der über die 200m Brust in 2:14,24 Minuten als Fünfter ins Finale einzog. Dass er aktuell in bestechender Form ist, hatte Hoffmann gestern mit der Bronzemedaille über die 50m eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Hugo Engelien verpasste als Elfter in 2:16,62 Minuten hingegen knapp das Ticket für die Runde der Top 8. Hier wird Doruk Yogurtcuoglu aus der Türkei als der Gejagte an den Start gehen, der in 2:09,89 Minuten mit der schnellsten Zeit des Halbfinales glänzte. 

Wie Engelien verpasste auch Hannah Schneider über die selbe Strecke das Weiterkomme nur um eine knappe Sekunde. In 2:31,82 Minuten wurde Schneider Zehnte. Für die Favoritenrolle empfahl sich indes Viktoriia Kariuk (2:26,21) für die Neutralen Athletinnen. 

Das vierte Finalticket für das deutsche Team machte Mira Helget perfekt. Über die 200m Rücken präsentierte sich die Deutsche Meisterin ein weiteres Mal in starker Form und steht in 2:13,56 Minuten als Sechste im Endlauf. Am schnellsten unterwegs war hier die Britin Eva Rottink (2:11,98). 

Ohne deutsche Beteiligung ging die Medaillenentscheidung der Männer über die 200m Lagen über die Bühne. Auch hier ging der Sieg an die Neutralen Athleten aus Russland. In 1:58,12 Minuten war Mikhail Shcherbakov nicht zu schlagen. 

 

Die wichtigsten Links zum Thema:

JEM 2026: Livestream (European Auqatics TV)

JEM 2026: Livestream (Sporteurope.TV) 

• JEM 2026: Startlisten und Ergebnisse

• JEM 2026: Alle deutschen Starts in München

• JEM 2026: Medaillenspiegel

 

Bild: Archiv