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(01.04.2021) Olympia rückt immer näher und während hierzulande in den kommenden Wochen die Tickets nach Tokio vergeben werden, stellt sich mit Blick auf die internationale Spitze auch die Frage, ob Chinas umstrittener "Star" Sun Yang denn nun bei den Spielen dabei sein wird oder nicht. Die Entscheidung darüber fällt voraussichtlich Ende Mai.

Zwischen dem 24. und 28. Mai soll die zweite Anhörung im Dopingfall Sun Yang vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS in der Schweiz stattfinden. Die berichtet das Fachportal Insidethegames am Donnerstag.

Eigentlich hatte der CAS Sun Yang bereits im November 2019 eine achtjährige Sperre aufgebrummt. Ein Schweizer Bundesgericht hob dieses Urteil jedoch auf, da der Vorsitzende bei Sun Yangs CAS-Anhörung, Franco Frattini, befangen gewesen sein soll. Dem einstigen italienischen Außenminister wurden rassistische Posts auf Twitter zum Verhängnis, in denen er sich abfällig über China bzw. chinesische Bürger geäußert hatte.

Das Bundesgericht verwies den Fall zurück an den CAS, wo nun also erneut verhandelt werden muss. Es bleibt abzuwarten, ob dann tatsächlich endlich das letzte Wort in der Angelegenheit gesprochen wird. Stolze zweieinhalb Jahre zieht sich das Verfahren nun schon hin. Sun Yang hatte im September 2018 verhindert, dass Dopingfahnder bei ihm genommene Blutproben zur Analyse mitnehmen konnten, da er die Akkreditierungen des Testpersonals anzweifelte. Der Fall erhielt weltweit große mediale Aufmerksamkeit, da die Proben mit einem Hammer unbrauchbar gemacht wurden.

Ein Dopingausschuss des Schwimm-Weltverbandes FINA hatte Sun Yang bei einer Anhörung im Januar 2019 frei gesprochen. Damals legte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA aber vor dem CAS Einspruch gegen diese Entscheidung ein. Diesem wurde nach einer öffentlichen Verhandlung im November 2019 und anschließender mehrmonatiger Urteilsfindung im Februar 2020 stattgegeben und gegen Sun Yang eine Sperre von acht Jahren verhängt, welche wiederum im Dezember 2020 durch das Schweizer Bundesgericht außer Kraft gesetzt wurde. Aktuell darf Sun Yang also normal seinem Training nachgehen und ist auch bei Wettkämpfen startberechtigt. Ob dies auch nach der Verhandlung Ende Mai der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.

Weitere Hintergründe zum Fall Sun Yang gibt es hier: