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(15.01.2019) Im Sommer sollen die ersten Wettkämpfe der neuen Schwimm-Profiliga "International Swimming League" (ISL) stattfinden. Bisher war offen, ob es tatsächlich dazu kommen wird, da der Schwimm-Weltverband FINA die ISL nicht anerkennt. Nach einer Zusammenkunft der FINA-Führung mit nationalen Schwimmverbänden in Lausanne steigt nun aber die Chance auf die ISL-Premiere. 

Das größte Hindernis bisher: Die FINA hatte indirekt damit gedroht, dass man Athleten, die bei nicht anerkannten Wettkämpfen wie den ISL-Meetings starten, für FINA-Events wie Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele sperren könnte. Diese Gefahr ist nun vom Tisch.

Der Weltverband erklärte am Dienstag in einer Pressemitteilung, man wolle Athleten für die Teilnahme an derartigen Wettkämpfen nicht sanktionieren: "Die FINA erkennt an, dass es Schwimmern frei steht, an Wettkämpfen oder Events teilzunehmen, die von unabhängigen Organisatoren, speziell Instanzen, die weder Mitglied der FINA sind noch in irgendeiner Weise mit ihr zusammenhängen, veranstaltet werden."

Dennoch bekräftigten die FINA-Funktionäre, dass man Wettkämpfe, die nicht den Regeln des Weltverbandes entsprechen, nicht anerkennen werde. Das heißt, dass die FINA die bei diesen Events erzielten Ergebnisse und Zeiten nicht berücksichtigen wird. In der Praxis könnte dies dazu führen, dass zum Beispiel bei der ISL aufgestellte Weltrekorde nicht als solche von der FINA anerkannt werden bzw. dass man sich mit dort geschwommenen Zeiten nicht für FINA-Events wie Weltmeisterschaften qualifizieren kann.

Zuletzt hatte mit ONEflow Aquatics auch ein deutsches Team angekündigt, bei der International Swimming League starten zu wollen. Weitere Infos dazu gibt es hier: ONEflow Aquatics: Das deutsche Profi-Team für die Schwimm-Revolution

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