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(06.12.2018) Bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen bekommt Adam Peaty immer wieder Medaillen von Funktionären des Weltverbandes FINA um den Hals gehangen. Ansonsten sieht man ihn und die FINA-Bosse eher selten zusammen. Peaty ist kein großer Fan des Weltverbandes und übte nun erneut scharfe Kritik an der FINA.

"Es fühlt sich an, als wären wir noch in den 1970ern", erklärt Peaty in dieser Woche gegenüber BBC Sports. Der Weltverband müsse endlich den Athleten zuhören und auf ihre Bedürfnisse eingehen, anstatt ihnen vorzugeben, was für sie gut sei. "Der gesamte Sport muss sich verändern, das liegt mir sehr am Herzen."

Zuletzt hatte der Weltverband FINA eine Absage des neuen Energy Swim Meetings in Italien erzwungen und sich damit den Unmut vieler Athleten zugezogen. Auch Peaty gehörte zu den Schwimmern, die bei dem Wettkampf um einen satten Preistopf schwimmen sollten. Das Energy Swim und die damit verbundene "International Swimming League (ISL) sieht der Weltverband als Bedrohung auf seine Stellung als oberster Bestimmer über den Schwimmsport.

Kein Wunder: Die ISL könnte sich zu einem direkten Konkurrenten der FINA Weltcup-Serie entwickeln. "Die ISL ist etwas, das der Sport braucht und ich denke, die FINA sollte sich dahinter stellen. Bis dahin wird es ansonsten ein ständiger Kampf zwischen der FINA und den Athleten sein", meint Peaty. Von der Weltcup-Serie hält der Weltrekordhalter hingegen nicht viel: "Das Format funktioniert nicht, denn keiner schaut zu und 90 Prozent der Weltklasseschwimmer sind nicht mit dabei, weil es kein Prestige gibt."

Offiziell befindet sich die FINA derzeit übrigens in Gesprächen mit den ISL-Organisatoren. In einer Mitteilung erklärten die Schwimm-Bosse in dieser Woche jedoch, dass sie jedem Angriff auf ihren Status entschieden entgegen treten wollen. 

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