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(22.04.2018) Auch am letzten Tag der German Open in Berlin wird es noch einmal spannend. Die Blicke richten sich dabei vor allem auf Marco Koch. Der Weltmeister von 2015 ist noch nicht für die Schwimm-EM 2018 qualifiziert, hat heute aber eine weitere Chance, sein Ticket nach Glasgow zu buchen.

Im Vorlauf unterbot der Darmstädter in 2:10,87 Minuten die vom DSV geforderte erste Norm (2:11,26). Nun gilt es im Finale nachzulegen. Hier muss Koch eine Zeit von mindestens 2:08,20 Minuten abliefern, um sich sauber für die Europameisterschaften zu qualifizieren. Das ist durchaus eine Hausmarke.

Pech hatte am Morgen Max Pilger. Der Essener verpasste in 2:11,62 Minuten um 3,6 Zehntel die EM-Vorlaufnorm. Für ihn hätte später im Finale die leichtere U23-Norm (2:10,45) zur Qualifikation für die Schwimm-Europameisterschaften gereicht. 

Auch die Schwimmer über die 400m Freistil haben heute noch die Chance, sich für die EM 2018 zu qualifizieren. Ihnen reicht es, die geforderte Zeit nur einmal zu unterbieten. Hier gibt es keine gesonderten Vor- und Endlaufnormen. In 4:13,86 Minuten schwamm Isabel Gose bei den Damen schonmal bis auf 3,29 Sekunden an die U23-Norm heran.

Ruwen Straub lieferte bei den Herren über die 400m Freistil in 3:53,68 Minuten die schnellste Vorlaufleistung ab*. Max Nowosad hatte in seinem Lauf auf den ersten 200m noch einmal versucht, sich mit einer schnellen Zwischenzeit ins Gespräch zu bringen. Er absolvierte die erste Rennhälfte in 1:50,53 Minuten und badete sich dann zu einer Zeit von 4:38,93 Minuten.

Über die 100m Rücken geht es am Nachmittag unter anderem um die Spitze in der aktuellen deutschen Bestenliste. Wer bis zum 29.04. schnellster Schwimmer über diese Strecke ist, darf für die Lagenstaffel mit zu den Europameisterschaften fahren. Die beiden derzeit Führenden waren auch heute die schnellsten. Bei den Damen lieferte Laura Riedemann, die bereits über die U23-Norm für Glasgow qualifiziert ist, in 1:01,44 Minuten die Vorlaufbestzeit ab. Christian Diener tat es ihr bei den Herren in 54,91 Sekunden gleich. Im Finale bekommt er es unter anderem mit Jan-Philip Glania zu tun, der in 55,08 Sekunden heute Morgen nur knapp langsamer war.

Über die weiteren Strecken dreht es  sich heute vor allem um die Platzierungen, einige Athleten haben auch noch die Chancen, sich für die Junioren-EM 2018 zu qualifizieren. Bei den Männern über die 50m Freistil blieb Maximilian Oswald im Vorlauf in 22,98 Sekunden als einziger unter 23 Sekunden. Seine Vereinskollegin von den Wasserfreunden Spandau, Anna Dietterle, zog in 25,49 Sekunden vor der Leipzigerin Marie Pietruschka (25,76) als Erste ins Finale ein. Über die 200m Brust der Damen schwamm Vanessa Grimberg in 2:29,19 Minuten die Vorlaufbestzeit. Bei den Schmetterlingsprintern starten Olivia Wrobel (27,34) und Eric Friese (24,21) in den Finals auf Bahn vier. 

Die wichtigsten Links zu den German Open 2018:

*Noch laufen die langsamer gemeldeten Vorläufe. Sollte sich hier etwas außergewöhnliches zutragen, werden wir dies ergänzen.