(09.05.2024) Auch wenn die Olympischen Spiele noch mehr als zwei Monate in der Ferne liegen, steht bereits in diesen Tagen fest, dass es über die 400m Freistil der Männer einen neuen Olympiasieger geben wird. Denn der tunesischen Titelverteidiger Ahmed Hafnaoui wird in Paris überraschend nicht mit von der Partie sein.

Hafnaoui hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio auf der Außenbahn sensationell die Goldmedaille geholt und seinen Platz in der absoluten Weltspitze bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr mit Weltmeistertiteln (800m und 1500m Freistil) sowie einer Silbermedaille (400m Freistil) glanzvoll bestätigen können. Mit diesen Erfolgen hätte der mittlerweile 21-Jährige auch für Paris zum engsten Kreis der Favoriten über die langen Freistilstrecken gezählt, zu dem zweifellos auch die deutschen Schwimm-Asse Lukas Märtens, Florian Wellbrock, Oliver Klemet und Sven Schwarz gehören. 

Wie das nationale Olympia Komitee nun aber bekannt gab, wird der tunesische Hoffnungsträger nicht für die anstehenden Olympischen Spiele nominiert werden. Hafnaoui selbst bestätigte diesen Umstand. Auch den angestrebten Trainingsortwechsel in die USA wird Hafnaoui nicht wie geplant umsetzen. Als Grund wird mittlerweile eine nicht näher definierte Verletzung genannt. Wie die sportliche Zukunft des erfolgreichsten tunesischen Schwimmers seit Oussama Mellouli aussehen wird, bleibt daher abzuwarten. 

In Hinblick auf Paris sorgt das Fehlen des Titelverteidigers zweifellos für zusätzliche Spannung in einem ohnehin schon engen Favoritenfeld über die langen Freistilstrecken. 

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