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(29.07.2021) Die Südafrikanerin Tatjana Schoenmaker schwimmt über die 200m Brust bei den Olympischen Spielen auf einem eigenen Level. Nachdem sie bereits im Vorlauf am Weltrekord wackelte, bestätigte sie diese Form auch im Halbfinale.

In 2:19,33 Minuten blieb Schoenmaker nur 2,2 Zehntel über der Weltbestmarke und sicherte sich mit deutlichem Abstand die Bahn vier für das Finale. Ihren ersten Auftritt auf der Weltbühne hatte sie bei der WM 2019, als sie mit Silber über die 200m Brust glänzte. In Tokio sicherte sich die 24-Jährige bereits Platz zwei über die 100m-Strecke und kann morgen im Endlauf über die doppelte Distanz nachlegen. Um hier mit dabei sein zu können, war eine Zeit von 2:23,73 Minuten gefordert. Der Schweizerin Lisa Mamié fehlten dazu in 2:25,11 Minuten auf Platz 14 fast anderthalb Sekunden.

Der kleine Halbfinalfluch des Schweizer Teams schlug auch über die 200m Rücken der Herren zu. Für den Einzug ins Finale musste eine Zeit von 1:56,69 Minuten geschwommen werden. Der Schweizer Roman Mityukov kam auf Platz 13 in 1:57,07 Minuten nicht an diese Marke heran. Auf der Bahn vier im Finale sehen wir den Russen Evgeny Rylov. In 1:54,45 Minuten war er heute der Schnellste des Semifinals vor dem Briten Luke Greenbank (1:54,98) und Titelverteidiger Ryan Murphy (1:55,38). 

Ein schnelles Finale erwartet uns über die 100m Freistil der Damen. Sieben Schwimmerinnen blieben unter 53 Sekunden. Bei 53,11 Sekunden war der Endlauf zu. Nicht geschafft hat das etwas überraschend die 50m-Olympiasiegerin Pernille Blume, die im Vorlauf noch in 52,96 Sekunden geglänzt hatte. Im Halbfinale musste sie als Zehnte in 53,26 Sekunden die Segel streichen. Die schnellste Zeit der Zwischenrunde lieferte mal wieder die Australierin Emma McKeon ab, die bei ihren 52,32 Sekunden nicht danach aussah, als hätte sie bereits alles gegeben. Das Finale wird gespickt sein mit Stars: McKeon trifft auf ihre Teamkollegin Cate Campbell (52,71), Schwedens Top-Schwimmerin Sarah Sjöström (52,82), die kanadische Titelverteidigerin Penny Oleksiak (52,86) sowie die erfahrene Niederländerin Femke Heemskerk (52,93) und auch Siobhan Haughey (52,40) aus Hongkong.

Über die 200m Lagen kam Philip Heintz im Halbfinale nicht über Platz 13 hinaus. Mehr dazu: Olympia-Aus für Philip Heintz im Halbfinale

Die Links zu den Olympischen Spielen 2021:

Bild: IMAGO / Sven Simon