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(24.07.2021) Bis auf eine Hundertstel kam Jacob Heidtmann zum Auftakt der Olympischen Spiele an seinen Deutschen Rekord über die 400m Lagen heran. Die zweitschnellste Leistung seiner Karriere - doch zum Finale reichte es in Tokio nicht. 

In 4:12,09 Minuten schwamm Heidtmann auf den zwölften Platz. Dabei hatte er ein beherztes Rennen gezeigt. Auf der Schmetterlingsstrecke ging er fast zweieinhalb Sekunden schneller an als bei seinem Deutschen Rekord, mit dem er bei der WM 2019 Fünfter wurde. Doch hinten raus fehlte doch ein ganzes Stück zum Weiterkommen.

Zum Finaleinzug hätte Heidtmann seine Bestmarke deutlich knacken müssen. Gefordert waren 4:10,20 Minuten. Ein beeindruckend starkes Feld. Zu stark sogar für den amtierenden Weltmeister Daiya Seto. Der Top-Favorit auf Gold schrammte auf Rang neun völlig überraschend in 4:10,52 Minuten um 3,2 Zehntel am Endlauf vorbei. In Japan galt er als größte Hoffnung auf den Heimsieg, doch daraus wird nun nichts. Die erste faustdicke Überraschung schon direkt zum Auftakt der Spiele.

An der Spitze blieben mit dem Australier Brendon Smith (4:09,27), dem Neuseeländer Lewis Clareburt (4:09,49), Chase Kalisz (4:09,65) aus den USA und David Verrraszto 4:09,80) vier Athleten unter der 4:10er-Marke. 

Für Heidtmann geht der Blick nun in Richtung der 200m Freistil, die direkt am morgigen Sonntag anstehen. "Da sollte ich mit meiner Bestzeit ins Halbfinale kommen, das ist mein Ziel", erklärte der 26-Jährige, der als Erster aus dem deutschen Team in Tokio auf den Block stieg, im ZDF. "Ich hatte richtig Bock darauf, hier die Show zu eröffnen. Wir sind alle richtig gut drauf und ein richtig gutes Team." 

Wie gut, das zeigte wenig später Henning Mühlleitner, der über die 400m Freistil sensationell als Schnellster in den Endlauf schwamm. Mehr dazu: NICE! Henning Mühlleitner schwimmt als Schnellster ins Olympiafinale

Das Geschehen der weiteren Vorläufe könnt ihr in unserem Olympia-Liveticker verfolgen: LIVE | Schwimmen bei Olympia 2021: Die Vorläufe am Samstag

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