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(27.11.2011) Die DSV-Aushängeschilder Britta Steffen und Paul Biedermann haben sich auch am letzten Tag der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal keine Blöße gegeben und sich souverän gegen die nationale Konkurrenz durchgesetzt. Mit Sina Sutter konnte sich eine weitere DSV-Schwimmerin heute das Ticket für die Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin (Polen) sichern. Insgesamt gelang dies in den vergangenen Tagen 21 Sportlern.

 

Olympiasiegerin Britta Steffen hat sich auch über die 50m Freistil den Sieg geholt und damit die Titelkämpfe in Wuppertal mit blütenreiner Weste beendet. In 24,16 Sekunden war sie zwar um neun Hundertstel langsamer als bei ihrer in Berlin beim Weltcup aufgestellten Saisonbestleistung. Es reichte jedoch um Dorothea Brandt (24,67) um mehr als eine halbe Sekunde hinter sich zu lassen. Bronze ging an Daniela Götz in 25,15 Sekunden vor Lisa Vitting (25,29). Die bereits für die EM qualifizierte Daniela Schreiber hatte aufgrund von gesundheitlicher Probleme auf das Finale verzichtet.

Biedermann und Lippok holen Titel über 400m Freistil

Auch für Weltrekordhalter Paul Biedermann gab es heute keinerlei Probleme. Der Hallenser sicherte sich über die 400m Freistil in 3:42,57 Minuten souverän den Titel vor Yannick Lebherz (3:45,02) und Robin Backhaus 3:45,38 Minuten. Bei den Damen entschied Vize-Europameisterin Silke Lippok diese Strecke in 4:06,96 Minuten für sich. Silber erschwamm sich hier Sarah Köhler in 4:07,94 Minuten vor Franziska Jansen 4:08,89 Minuten.

Diener und Brandt mit dritter Goldmedaille

Junioren-Weltmeister Christian Diener machte mit seinem Sieg über die 100m Rücken heute das Titel-Triple perfekt. Der Cottbusser entschied in Wuppertal alle drei Rücken-Strecken für sich. Mit seiner Zeit von 52,14 Sekunden konnte er zudem einen neuen Deutschen Jahrgangsrekord bei den 18-Jährigen aufstellen. Silber holte sich in 52,96 Sekunden Jan-Philip Glania vor Serghei Golban in 53,37 Sekunden. Bei den Damen holte sich hier Jenny Mensing in 59,31 Sekunden den Sieg. Silke Lippok auf Platz zwei schwamm in 59,71 Sekunden einen neuen Altersklassenrekord bei den 17-Jährigen. Bronze erschwamm Doris Eichhorn in 1:00,57 Minuten.

Über ihren dritten Titel konnte sich auch Dorothea Brandt freuen. Sie entschied nach ihren Siegen über die 50m Schmetterling und Brust heute zum Abschluss der Meisterschaften die 100m Lagen in 1:00,53 Minuten für sich. Katharina Schiller gewann in 1:01,36 Minuten Silber vor Alisa Riebensahn (1:01,90).

Vom Lehn scheitert an EM-Qualifikation

Über die 200m Brust entschied Marco Koch das Duell gegen den WM-Dritten Christian vom Lehn deutlich für sich. In 2:05,76 Minuten bestätigte der Darmstädter erneut seine gute im Rahmen der Weltcup-Serie gezeigte Form und war damit mehr als vier Sekunden schneller als vom Lehn, der in 2:10,11 Minuten die EM-Norm um 8,2 Zehntel verfehlte. Bronze ging in 2:10,35 Minuten an Maximilian Kraus. Bei den Damen ging die Goldmedaille auf dieser Strecke an Vanessa Grimberg, die in 2:24,39 Minuten zwar deutlich über der Norm für Stettin blieb, jedoch einen neuen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen aufstellte. Gleiches gelang in 2:24,91 Minuten der zweitplatzierten Laura Simon bei den 17-Jährigen. Bronze ging in 2:25,19 Minuten an Caroline Ruhnau.

Auch Sutter sichert sich EM-Teilnahme

Ein weiteres EM-Ticket ging an Sina Sutter, die sich als Mitglied des Olympiakaders den Sieg über die 100m Schmetterling sichern konnte. In 58,03 Sekunden ließ sie Franziska Hentke um acht Zehntel hinter sich. Auf den dritten Platz kam in 59,26 Sekunden Alexandra Wenk.

Steffen Deibler sicherte sich nach den 50m Schmetterling auch über die 50m Freistil die Goldmedaille. In 21,57 Sekunden ließ er Marco di Carli (21,83), dem damit erneut nur Platz zwei blieb, hinter sich. Zwar hatte di Carli sich auf direktem Weg kein EM-Ticket sichern können. Möglicherweise wird er jedoch für die Staffeln mit nach Polen fahren. Christoph Fildebrand kam in 21,98 Sekunden auf Platz drei. Stefan Herbst wurde in 22,08 Sekunden Vierter.

Den Titel über die 100m Schmetterling der Herren sicherte sich in 52,50 Sekunden Philip Heintz. Eine weitere Silbermedaille gab es hier für Marco di Carli in 52,56 Sekunden, der den drittplatzierten Tim Wallburger um hauchdünne vier Hundertstel hinter sich lassen konnte.  Wallburger schwamm später über die 200m Lagen in 1:58,62 Minuten hinter dem für Polen startenden Lukasz Wojt (1:58,47) auf Platz zwei. Bronze ging an Fabian Schwingenschlögl in 1:59,31 Minuten.

Hier die für die EM qualifizierten DSV-Schwimmer (Einzelstrecken):

Theresa Michalak, Britta Steffen, Daniela Schreiber, Sarah Poewe, Dorothea Brandt, Isabelle Härle, Jenny Mensing, Silke Lippok, Franziska Hentke, Sina Sutter
Yannick Lebherz, Paul Biedermann, Robin Backhaus, Christian Diener, Marco Koch, Steffen Deibler, Erik Steinhagen, Markus Deibler, Christoph Fildebrandt, Tim Wallburger, Christian Kubusch