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(30.03.2020) In der Frage, ob die Olympischen Spiele 2020 aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie verschoben werden sollten, zeigten sich die Verantwortlichen zögerlich. Nachdem vor sechs Tagen aber endlich die Entscheidung kam, die Spiele in Tokio in diesem Jahr nicht über die Bühne gehen zu lassen, ging es bei der Suche nach einem Alternativtermin nun deutlich schneller: Die Olympischen Spiele 2021 werden vom 23. Juli bis 8. August 2021 stattfinden.

Darauf einigten sich die japanischen Gastgeber und das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Montag und gaben dies anschließend offiziell bekannt. Die Verschiebung der Spiele beträgt damit nahezu exakt ein Jahr. Eigentlich sollten die Wettbewerbe in Tokio vom 24. Juli bis 9. August 2020 ausgetragen werden.

Das neue Olympia-Datum dürfte damit noch für weitere Verschiebungen im Schwimm-Kalender für 2021 sorgen. Ursprünglich hatte der Weltverband FINA vor, seine Weltmeisterschaften der Schwimmer, Wasserspringer, Synchronschwimmer und Wasserballer vom 16. Juli bis 1. August 2021 im japanischen Fukuoka zu veranstalten. Dies würde sich nun aber mit Olympia überschneiden. Die FINA hatte bereits angekündigt, beim WM-Termin flexibel sein zu wollen. Nach Olympia wird es aber nicht viel Zeit geben: Nur gut zwei Wochen später beginnen am 24. August die Paralympischen Spiele in Tokio, die bis zum 5. September laufen werden.

Das neue Olympia-Datum ist auch für die nationalen Sportverbände ein wichtiger Baustein, um die eigenen Wettkampfkalender neu zu gestalten und die Qualifikationsvorgaben für Tokio anzupassen. 

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