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(25.07.2013) Nächster Teil unseres Ausblicks auf die Beckenwettbewerbe der Schwimm-WM 2013 in Barcelona: Diesmal knöpfen wir uns die Brustschwimmer vor. Auch der Deutsche Schwimm-Verband schickt hier den ein oder anderen Medaillenkandidaten ins Rennen.


Mit Christian vom Lehn, Hendrik Feldwehr und Marco Koch steht ein schlagkräftiges Trio bereit, um Für das DSV-Team im Rennen um die Medaillen über die Bruststrecken bei der Schwimm-WM in Barcelona ein Wörtchen mitzureden. Über vier von sechs Strecken fehlen die aktuellen Titelverteidiger. Ein emotionaler Höhepunkt der Titelkämpfe könnte das Finale über die 100m Brust der Herren werden. Hier wird ein Nachfolger des verstorbenen Weltmeisters Alexander Dale Oen gesucht.

Strecke für Strecke stellen wir die Favoriten über die Bruststrecken vor:

50m Brust - männlich: Sprenger will zu Titel sprinten

Eine faustdicke Überraschung im Rennen um den WM-Sieg über die 50m Brust gab es bereits mehrere Monate vor Beginn der Titelkämpfe in Barcelona. Der brasilianische Titelverteidiger Felipe Silva verpasste die WM-Qualifikation und wird somit nicht bei den Weltmeisterschaften zu sehen sein. Stattdessen schnappte sich sein Landsmann Joao Gomes das WM-Ticket und schwamm sich dabei in die Position eines ernst zu nehmenden Titelanwärters. Der Vierte der Kurzbahn-WM 2012 liegt in der aktuellen Weltrangliste an zweiter Stelle.

Die Position als Top-Favorit hat sich jedoch Christian Sprenger mit seiner Siegerzeit bei den australischen Meisterschaften erarbeitet. In 26,90 Sekunden konnte er als erst dritter Athlet seit dem Ende der Ära der Hightech-Anzüge im Jahr 2010 die Marke von 27 Sekunden unterbieten. Außer ihm gelang dies lediglich dem in Barcelona fehlenden Silva und dem Südafrikaner Cameron van der Burgh. Der 100m-Olympiasieger hielt sich in diesem Jahr über die 50m-Distanz zwar noch zurück und liegt lediglich auf Platz 13 der Weltrangliste. Trotzdem muss man ihn auf der Rechnung haben. Auch Vize-Weltmeister Fabio Scozolli ist ein heißer Anwärter auf den WM-Sieg. Im Kampf um die Medaillen sind zudem etwa ein Dutzend weitere Athleten zu beachten, darunter DSV-Schwimmer und Europarekordhalter Hendrik Feldwehr oder auch einmal mehr der Russe Vlad Morozov.

Top-Favoriten: Christian Sprenger (26,90)*, Cameron van der Burgh (27,53), Fabio Scozzoli (27,31), Joao Gomes (27,20)
swimsportnews-Tipp: Christian Sprenger
*in Klammern = Saisonbestleistung

50m Brust - weiblich: Kampf der Rekordschwimmerinnen

Über die 50m Brust dürften sich die Fans des Schwimmsports auf einen spannenden Kampf zwischen Ruta Meilutyte und Jessica Hardy einstellen. Teenage-Star Meilutyte (Litauen) konnte im Rahmen der Mare Nostrum Tour den Europarekord knacken und dabei sogar die Marke von 30 Sekunden knacken. Die vier schnellsten Zeiten des Jahres stammen von ihr. Doch auf dem Weg zum WM-Titel muss Meilutyte an Titelverteidigerin und Weltrekordhalterin Jessica Hardy vorbei. Die US-Amerikanerin reist als Dritte der Weltrangliste nach Barcelona.

Auch die Russin Yuliya Yefimova muss im Kampf um den WM-Titel zu den Favoritinnen gerechnet werden. Die Vize-Weltmeisterin von Shanghai konnte bei der Universiade mit einer Zeit von 30,12 Sekunden überzeugen. Weitere Schwimmerinnen, die für eine WM-Medaille in Frage kommen sind Hardys Team-Kollegin Breeja Larson, die Schwedin Jennie Johansson oder auch die Australierin Leiston Pickett.

Top-Favoriten: Ruta Meilutyte (29,96), Jessica Hardy (30,24), Yuliya Yefimova (30,12)
swimsportnews-Tipp: Ruta Meilutyte

100m Brust - männlich: Tritt Sprenger in die Fußstapfen von dale Oen?

Das Finale über die 100m Brust dürfte wie bereits bei den Olympischen Spielen in London ein emotionaler Höhepunkt der WM werden. Nach dem überraschenden Tod des Titelverteidigers Alexander Dale Oen im April des vergangenen Jahres, wollen die internationalen Stars den sympathischen Norweger mit Spitzenleistungen über dessen Paradestrecke ehren. Wie schon in London gilt der südafrikanische Weltrekordhalter Cameron van der Burgh als Top-Favorit über diese Distanz. Doch der Schützling von Ex-DSV-Bundestrainer Dirk Lange erlitt im Rahmen der WM-Vorbereitung eine Knieverletzung. Diese hält ihn zwar nicht von der WM-Teilnahme ab. Es ist jedoch unklar, wie stark sie seine Leistung in Barcelona beeinflussen wird.

Sollte van der Burgh schwächeln, könnte auch über die 100m Brust die Stunde von Christian Sprenger schlagen. Der Australier sorgte für die vier schnellsten Zeiten in diesem Jahr und führt in 59,05 Sekunden mit Abstand die Weltrangliste an. Erst mit sieben Zehnteln Rückstand folgt ihm hier Fabio Scozzoli. Im Rennen um die Medaillen könnten auch der Brite Ross Murdoch, Sprengers Landsmann Brenton Rickard und 200m-Olympiasieger Daniel Gyurta vorn dabei sein.

Top-Favoriten: Christian Sprenger (59,05), Fabio Scozzoli (59,75), Cameron van der Burgh (1:00,38)
swimsportnews-Tipp: Christian Sprenger

100m Brust - weiblich: Meilutyte will London-Triumph wiederholen

Nachdem sich Titelverteidigerin Rebecca Soni in diesem Jahr eine Auszeit gönnt, ist die junge Olympiasiegerin Ruta Meilutyte Top-Anwärterin auf den WM-Titel über die 100m Brust. Die 16-Jährige schnappte im vergangenen Jahr bereits Soni das Olympia-Gold vor der Nase weg. Nun peilt sie auch bei Weltmeisterschaften die Nachfolge der US-Amerikanerin an. Meilutyte konnte in diesem Jahr bereits mit Spitzenzeiten glänzen und unter anderem einen neuen Europarekord über die 100m Brust aufstellen. Mit ihrer Zeit von 1:05,20 liegt sie an der Spitze der Weltrangliste.

Nur wenige Athletinnen scheinen Meilutyte gefährden zu können. Vor allem auf die Russin Yuliya Yefimova muss sie jedoch Acht geben. Sie ist neben Meilutyte die einzige Athletin, die in diesem Jahr unter der Marke von 1:06 Minuten bleiben konnte. Weitere Medaillenanwärterinnen sind die japanische Olympia-Dritte Satomi Suzuki, US-Star Jessica Hardy oder auch die Dänin Rikke Möller Pedersen. Erstmals könnte es auch eine WM-Medaille für Jamaika geben: Die Olympia-Vierte Alia Atkinson kratzte in London bereits am Podium und hofft nun in Barcelona einen Podestplatz erschwimmen zu können

Top-Favoriten: Ruta Meilutyte (1:05,20), Yuliya Yefimova (1:05,48)
swimsportnews-Tipp: Ruta Meilutyte

200m Brust - männlich: Kann vom Lehn die Shanghai-Sensation wiederholen

Über die 200m Brust hat der Deutsche Schwimm-Verband gleich zwei heiße Eisen im Feuer. Christian vom Lehn und Marco Koch können an einem guten Tag um die Medaillen mitschwimmen. Vor allem vom Lehn konnte in diesem Jahr schon Spitzenzeiten abliefern und war dabei bereits schneller als bei der WM in Shanghai vor zwei Jahren, als er sich sensationell Bronze über die 200m Brust holte. In der Weltrangliste liegt der Essener an fünfter Stelle.

Im Rennen um den WM-Titel gilt einmal mehr der Ungar Daniel Gyurta als Goldfavorit Nummer eins. In der Weltrangliste nimmt er zwar derzeit nur Position acht ein. Doch auch in den vergangenen Jahren hielt er sich in der Vorsaison oft zurück. Sein ärgster Konkurrent dürfte wie bereits in London der britische Vize-Olympiasieger Michael Jamieson werden. Er führt derzeit die Weltrangliste an. Auch den Japaner Akihiro Yamaguchi muss man auf der Rechnung haben. Er schwamm im vergangenen Jahr sensationell einen neuen Weltrekord über die 200m Brust und hat bereits angekündigt als erste Schwimmer die Marke von 2:07 Minuten unterbieten zu wollen. Ob ein weiterer Athlet in den Kampf um Gold eingreifen kann, bleibt abzuwarten. Mindestens als Medaillenkandidaten gelten jedoch der junge US-Schwimmer Kevin Cordes, der Brite Andrew Willis oder auch der Russe Vyacheslav Sinkevich.

Top-Favoriten: Daniel Gyurta (2:09,85), Michael Jamieson (2:07,78), Akihiro Yamaguchi (2:09,31)
swimsportnews-Tipp: Akihiro Yamaguchi

200m Brust - weiblich: Pedersen auf Sonis Spuren

Über die 200m Brust der Damen ist die Dänin Rikke Möller Pedersen klare Favoritin auf die Goldmedaille bei der Schwimm-WM. Sie sorgte für die weltweit vier schnellsten Zeiten des Jahres und führt in 2:20,53 Minuten mit mehr als zweieinhalb Sekunden Vorsprung die Weltrangliste an. In London war Pedersen als Vierte noch leer ausgegangen, nun ist sie die Top-Kandidatin auf den großen Wurf bei der Schwimm-WM.

Auch über die 200m Brust fehlt mit Rebecca Soni die Titelverteidigerin. Hinter Pedersen dürften die Olympia-Zweite Yuylia Yefimova und die Japanerin Rie Kaneto ganz oben auf der Liste der Medaillenkandidatinnen stehen. US-Schwimmerin Breeja Larson hofft ihre Team-Kollegin Soni würdig vertreten zu können. Auch die Australierin Sally Foster sollte man auf der Rechnung haben.

Top-Favoriten: Rikke Möller Pedersen (2:20,53), Yuylia Yefimova (2:24,31)
swimsportnews-Tipp: Rikke Möller Pedersen

Im nächsten Teil unseres WM-Ausblicks widmen wir uns den Lagenschwimmern.

Hier gibts die bisher erschienenen Teile des WM-Ausblicks:

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