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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Schwimm-WM 2019 wird präsentiert von Smit Sport  

(18.07.2019) Mit ihrem Sieg in der 4x1,25km-Freiwasserstaffel haben die deutschen Open Water Schwimmer bei den Weltmeisterschaften in Südkorea ihre Erfolgsgeschichte fortgeschrieben. Dank eines durchdachten Plans, perfekter Renneinteilung und dem nötigen Selbstbewusstsein im Kampf um die Medaillen sicherten sich Lea Boy, Sarah Köhler, Sören Meißner und Rob Muffels am Donnerstag in einem bis zum Finish spannenden Finale den Titel. Die Freude beim deutschen Team war dementsprechend groß.

"Unsere Taktik mit zwei ausgeruhten Frauen zu Beginn und dann mit den beiden Jungs ging optimal auf", so das Fazit von Freiwasser-Bundestrainer Stefan Lurz. "Alle vier haben einen Hammer-Job erledigt." (Mehr zum Rennverlauf kann hier nachgelesen werden: Mit Kampf zu Gold: Deutsche Freiwasser-Staffel holt den WM-Titel )

Besonders packend waren die letzten Meter des Rennens, auf denen sich Rob Muffels ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Italiens Top-Athlet Gregorio Paltrinieri und dem US-Amerikaner Michael Brinegar lieferte. "Für mich war klar, dass die USA, Italien und wir die Medaillen ausschwimmen. Die Drei vor mir haben einen super Job gemacht. Dass es am Ende für Gold reichte, ist eine kleine Überraschung", meinte der Magdeburger nach dem Rennen. "Dass ich gegen Paltrinieri im Kampf Mann gegen Mann das Finish gewinnen kann, das wusste ich. Ich hatte genug Energie gespart, dann im Finish gezündet und dann war mir klar, dass es Gold für Deutschland wird."

Paltrinieri selbst, der auf dem Papier über diese Renndistanz gegenüber Muffels im Pool als klarer Favorit gelten würde, musste in diesem Rennen Lehrgeld zahlen. "Es war ein schwieriges Rennen. Ich wusste, dass ich schneller war, aber es war letztlich ein Kampf. Er griff mich an und ich konnte nicht entkommen. Ich wollte gewinnen, aber mir fehlt noch etwas Erfahrung in dieser Spezialdisziplin, die sich sehr vom Becken unterscheidet", musste der Starschwimmer eingestehen.

Das Selbstbewusstsein, im Kampf gegen den italienischen Olympiasieger Paltrinieri mehr als nur mithalten zu können, hatte Muffels auch von Coach Bernd Berkhahn mit auf den Weg gegeben bekommen. "Rob hat bereits bei den 10km seine Endspurt-Qualitäten bewiesen. Er hat sich auf das Duell gegen Paltrinieri gefreut und ich war mir sicher, er wird ihn im direkten Duell schlagen", erklärte der Team-Chef der deutschen Schwimmer und Bundesstützpunkttrainer aus Magdeburg.

Insgesamt vier Medaillen haben die deutschen Freiwasser-Asse nun bereits auf dem Konto. Neben dem heutigen Sieg hatten Florian Wellbrock und Rob Muffels über die 10km Gold und Bronze geholt. Eine weitere Bronzemedaille steuerte Leonie Beck über die 5km bei. Dementsprechend zufrieden zeigt sich Freiwasser-Coach Lurz: "Ich bin unglaublich stolz, wie wir hier aufgetreten sind. Die ganze Woche ist einfach nur der Wahnsinn." 

Noch ist die Woche nicht beendet: Am Freitag geht es über die 25km der Damen und Herren zur Sache. Hier schickt das deutsche Team Finnia Wunram und Lea Boy sowie Sören Meißner und Andreas Waschburger ins Rennen.

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