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(06.02.2019) Stück für Stück kommt Licht ins Dunkel bei der Frage, welche Schwimmer bei der neuen Champions Swim Series des Weltverband FINA starten dürfen. Auf den Sprintstrecken werden so zum Beispiel der US-Youngster Michael Andrew und der Russe Vladimir Morozov zu sehen sein.

Beide bestätigten in dieser Woche, dass sie bei allen drei Meetings der mit fast vier Millionen US-Dollar an Preisgeldern dotierten Serie antreten wollen. Geplant ist, dass bei den Wettkämpfen in Guangzhou (27./28.04), Budapest (11./12.05.) und Indidanapolis (31.05./01.06.) nur vier Athleten pro Strecke starten. Dabei stehen lediglich die 50, 100 und 200m-Strecken sowie die 400m Freistil auf dem Programm.

Bei den eingeladenen Athleten soll es sich um Schwimmer aus dem Kreis der Medaillengewinner der vergangenen WM und Olympischen Spiele sowie die Inhaber des Weltrekordes und der Weltjahresbestleistung 2018 handeln. Über letzteres Kriterium erhielt Vladimir Morozov eine der exklusiven Einladungen. Er schwamm 2018 über die 100m Freistil in 47,75 Sekunden die schnellste Zeit des Jahres und wird auch bei den drei Meetings über diese Strecke starten. 

Michael Andrew kündigte an, über die 50m Brust und 50m Schmetterling mit dabei zu sein. Dabei stellt sich die Frage, auf Basis welcher Kriterien Andrew bei den Meetings auf Prämienjagd gehen darf. Er zählte 2017 weder zu den WM-Medaillengewinnern noch schwamm er über diese Strecken 2018 die Weltjahresbestzeit.

Allerdings steht die FINA bei den 50ern vor dem Problem, dass diese natürlich nicht bei Olympischen Spielen geschwommen werden und so der angedachte Kreis der Schwimmer, die unter die von der FINA benannten Kriterien fallen, recht klein wird. Über die 50m Brust ist so zum Beispiel Adam Peaty der Weltmeister, Weltrekordhalter und Weltjahresbeste von 2018 in Personalunion. Hinzu kommt, dass mit Cameron van der Burgh einer der Medaillengewinner von 2017 seine Karriere bereits beendet hat. 

Michael Andrew wiederum belegte in der Weltrangliste 2018 über die 50m Brust Platz vier hinter Peaty, van der Burgh sowie dem Italiener Fabio Scozolli und könnte darüber nachgerückt sein. Ähnlich sieht es über die 50m Schmetterling. Hier landete der 19-Jährige auf Platz drei der Weltrangliste 2018 hinter Andriy Govorov und Ben Proud, die bereits als WM-Medaillengewinner von 2017 eine Einladung erhalten haben dürften. 

Insgesamt hat der Weltverband laut eigenen Angaben 82 Athleten zur Champions Swim Series eingeladen. Dabei verzichtete die FINA darauf, die Namen der Schwimmer zu veröffentlichen und transparent zu machen, wie sie sich für die neue Wettkampfreihe "qualifiziert" haben. Aus dem Kreis der deutschen Schwimmer wurde nur Franziska Hentke eingeladen. Sie wird beim Meeting in Budapest über die 200m Schmetterling starten.

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