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(23.01.2019) Nachdem der Weltverband FINA in der vergangenen Woche die Termine seiner neuen dreiteiligen "Champions Swim Series" verkündet hat, zeigen sich vor allem die Schwimmer aus Australien unzufrieden mit den Daten der Wettkampfreihe, bei der nur die aktuellen WM- und Olympiamedaillengewinner, Weltrekordhalter sowie ausgewählte weitere Athleten starten sollen.

Unter den insgesamt 82 Schwimmern, die der Weltverband für seine neue Serie einlud, ist auch die australische Olympiazweite über die 200m Schmetterling Madeline Groves. Laut dem Sydney Morning Herald erteilte sie einer möglichen Teilnahme bereits eine Absage.

Gleiches gilt für die mehrfache Weltmeisterin Cate Campbell, die vor allem das Timing der für April, Mai und Juni angesetzten Meetings kritisiert. "Wir haben unsere WM-Qualifikation im Juni", so Campbell. Zudem seien die nationalen Meisterschaften im April. "Da stopft man eine Menge Wettkämpfe in eine für den internationalen Schwimmsport nun sehr volle Zeit."

Mit Kyle Chalmers zieht immerhin einer der australischen Stars eine Teilnahme an der Champions Series in Erwähnung. Der 100m-Freistil-Olympiasieger könnte beim Auftaktmeeting am 27. und 28. April starten, da dieses in China stattfindet und hier die Flugzeiten für die australischen Schwimmer deutlich erträglicher sind als bei den weiteren Meetings, die am 11. und 12. Mai in Budapest (Ungarn) sowie am 31. Mai und 1. Juni in Indianapolis (USA) ausgetragen werden.

Aus dem Kreis der internationalen Spitzenschwimmer gab es bisher noch wenige Zusagen. Lediglich der russische Weltmeister über die 200m Brust, Anton Chupkov, erklärte bereits, dass er bei allen drei Meetings starten wolle.

Bei der FINA Champions Swim Series sollen knapp vier Millionen US-Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet werden. Da nur ausgewählte Athleten starten, dürfte auf das gewohnte Vorlauf-Final-Format verzichtet werden und die Rennen als direkte Entscheidungen stattfinden. Zudem stehen nur die 50, 100 und 200m-Strecken sowie die 400m Lagen auf dem Programm, was den Meetings zu einem kurzen und TV-freundlichen Format verhelfen soll. Unklar ist derzeit, wie die FINA reagiert, wenn weitere Athleten den australischen Sportlern folgen und auf ihre Teilnahmen verzichten.

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