29. Januar 2026

Es ist ein bundesweites Problem: Zahlreiche Schwimmhallen sind seit Jahren sanierungsbedürftig, die Ausstattung ist oftmals veraltet – doch den Städten und Kommunen fehlt vielerorts das Geld. In Berlin soll dem nun Abhilfe geschaffen werden, mit einer Summe von 200 Millionen Euro. 

Die Berliner Bäder-Betriebe sollen bis 2030 über 200 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmbädern erhalten. Das Geld soll aus dem sogenannten Klimapaket kommen, das in dieser Woche zwischen dem Senat und landeseigenen Unternehmen verabschiedet wurde. "Dieses Geld versetzt uns in die Lage, nachhaltig in Gebäude und Technik unserer Bäder zu investieren", erklärte die BBB-Vorständin Marie Rupprecht.  

Konkret sollen 170 Millionen Euro in die Grund- oder Teilsanierung von Hallenbädern fließen. Um den Fokus auf Klimaschutz und Energieeffizienz zu gewährleisten, sollen beispielsweise eine moderne Beleuchtung und neue Wärmespeicher flächendeckend integriert werden. 

Zu den vier Schwimmbädern, für die eine Grundsanierung geplant ist, zählt unter anderem die Sport-und Lehrschwimmhalle Schöneberg, wo neben dem allgemeinen Schwimmbetrieb auch viele Berliner Wasserballteams trainieren und ihre Wettkämpfe abhalten. Auch das Kombibad Seestraße sowie die beiden Stadtbäder Charlottenburg sollen komplett saniert werden. 

Aber auch die Sommerbäder gehen bei den geplanten Sanierungsarbeiten nicht leer aus: Hier sollen Beckenabdeckungen installiert werden, um den Wärmeverlust zu reduzieren. Zudem sollen Wärmespeicher dafür sorgen, dass die Abwärme von Industrieanlagen effektiver genutzt werden kann. 

Insgesamt sind 67 Schwimm-, Frei- und Strandbäder Teil der Berliner Bäder Betriebe. Damit gelten die BBB als größter kommunaler Bäderbetreiber Europas.