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(10.08.2018) Die 100m Freistil bei der Schwimm-WM 2019 ohne den Titelverteidiger? Danach sah es tatsächlich ein paar Wochen lang aus. Caeleb Dressel, mit sieben Goldmedaillen der Star bei der WM 2017 hatte es im Juli noch verpasst, sich über die 100m Freistil bei den US-Meisterschaften in Irvine für die Welttitelkämpfe im kommenden Jahr zu empfehlen. Nun nutzte er bei den Panpazifischen Meisterschaften in Japan hauchdünn seine letzte Chance.

Möglicht macht es der Qualifikationsmodus der Amerikaner, die ihr Team für die Weltmeisterschaften 2019 schon in diesem Jahr bestimmen: Die beiden Athleten, die in den Finals der US-Meisterschaften und der Panpazifischen Spiele die insgesamt schnellsten Zeiten abliefern, qualifizieren sich für die nächste WM, die in Südkorea ausgetragen wird.

Bei den US-Meisterschaften hatte Dressel in 48,50 Sekunden nur Platz sechs belegt. Auf den WM-Plätzen lagen zwischenzeitlich Blake Pieroni (48,08) und Nathan Adrian (48,25). Im letzten Anlauf konnte sich Dressel nun aber bei den "PanPacs" in Tokio mit einer Zeit von 48,22 Sekunden doch noch hauchdünn vor Adrian schieben. Wir werden damit im kommenden Jahr seit 2007 die ersten Weltmeisterschaften erleben, bei denen Nathan Adrian, der Olympiasieger von 2012, nicht über die 100m Freistil an den Start gehen wird.

Für Caeleb Dressel reichte die Zeit zwar zum Last-Minute-Ticket nach Südkorea, aber nicht zum Sieg in Tokio. Der 2016er Olympiasieger Kyle Chalmer ließ bei den PanPacs dem Feld in 48,02 Sekunden keine Chance. Dressel musste sich dahinter zeitgleich mit dem Australier Jack Cartwright mit Silber zufrieden geben.