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(04.07.2018) Die deutschen Schwimmtalente haben mit einem glänzenden Auftakt ihr Comeback bei den Junioren-Europameisterschaften gefeiert. Nachdem der Deutsche Schwimm-Verband im vergangenen Jahr noch darauf verzichtete, ein Team zu melden, zeigten die DSV-Nachwuchsschwimmer heute direkt am ersten Tag der Wettbewerbe in Helsinki, dass sie auf dem Kontinent wieder vorn mitmischen wollen.

Vor allem die deutschen Damen schienen ein Abo auf Silber gebucht zu haben. Über die 400m Lagen und 800m Freistil sicherten sich Yara Sophie Hierath (4:45,75) und Celine Rieder (8:32,54) jeweils Platz zwei. In beiden Finals war nur das ungarische Multitalent Ajna Kesely schneller. Über die 50m Brust wurde Anna Elendt (31,36) beim Sieg der Britin Tatiana Belonogoff Vize-Europameisterin der Junioren. 

Mehr zu diesen drei Entscheidungen findet ihr hier: 

Damit war der Tag für die DSV-Talente aber noch nicht beendet. In den Staffelentscheidungen des Abends konnte Team Deutschland ebenfalls zuschlagen und auch hier gab es für die deutschen Damen Silber. Nachdem Isabel Gose (56,20), Lena Riedemann (56,63) und Lucie Kühn (57,19) die 4x100m Freistilstaffel auf die Reise geschickt hatten, zündete hinten raus Schlussschwimmerin Maya Tobehn den Turbo. In 54,80 Sekunden schwamm sie die schnellste Einzelzeit des gesamten Feldes und fing damit noch die Staffeln aus Dänemark, Ungarn und Italien ab. Mit der Gesamtzeit von 3:44,82 Minuten mussten sich die DSV-Damen so am Ende nur den klaren Siegerinnen aus Russland (3:43,03) geschlagen geben.

Die deutschen Herren hatten ihre 4x100m Freistilstaffel anders aufgestellt und schwammen vorn mit den schnellsten beiden Athleten, Peter Varjasi (49,85) und Rafael Miroslaw (49,65). Hinten raus mussten Maurits Kuhn (51,15) und Sebastian Beck (50,48) so zwar nicht nur die Staffel aus Russland (3:18,21) sondern auch das Team aus Italien (3:18,79) davonziehen lassen, konnten aber die Staffel aus Israel (3:21,27) knapp hinter sich halten. Mit nur 15 Hundertstel Vorsprung sicherte sich das DSV-Quartett so am Ende Bronze.

Weniger Glück hatten die deutschen Schwimmer heute in den Halbfinals, in denen es keinem gelang, sich für die morgigen Endläufe zu qualifizieren. Über die 200m Brust fehlte Lucas Matzerath in 2:16,52 Minuten auf Platz elf knapp eine Sekunde zum Weiterkommen. Ähnlich sah es bei Barbara Schaal aus, die über die 200m Rücken in 2:15,75 Minuten ebenfalls Elfte wurde. Der Leipziger Michael Schäffner landete über die 100m Rücken in 56,32 Sekunden auf Platz 14. 

Im Halbfinale über die 50m Brust hatte zudem Malin Grosse (32,42) Platz 14 belegt und im Finale über die 400m Lagen stand außer Yara Sophie Hierath auch Giulia Goerigk auf dem Block und wurde in 4:49,43 Minuten Siebte. Zwei Entscheidungen fanden am ersten Wettkampftag ohne deutsche Beteiligung statt. Über die 400m Freistil setzte sich Ungarns Top-Talent Kristof Milak in 3:50,00 Minuten durch. Wenig später reichte es für ihn über die 50m Schmetterling (23,82) "nur" zu Platz fünf. Hier trug der Russe Andrei Minakov (23,56) den Sieg davon.

Links zur Junioren-EM 2018: