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(10.06.2018) Obwohl der Nominierungszeitraum der deutschen Schwimmer für die Europameisterschaften 2018 bereits im April endete und Marco Koch dabei den Sprung ins Team für Glasgow verpasste, hat der mehrfache WM- und EM-Medaillengewinner die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch noch nach Schottland fliegen zu dürfen. Beim Auftaktmeeting der Mare Nostrum Tour zeigte er am Sonntag im französischen Canet zumindest schon einmal deutlich aufsteigende Tendenz.

In 2:09,38 Minuten verpasste er beim Sieg des Weltmeisters Anton Chupkov (2:08,81) zwar auf Platz vier das Podest um 19 Hundertstel. Diese Leistung ist für Koch aber die schnellste Zeit, die er im Jahr 2018 über seine Paradestrecke abliefern konnte. Er war damit deutliche 6,7 Zehntel besser als zuletzt bei den German Open in Berlin, die das letzte Qualifikationsmeeting für die EM 2018 darstellen sollten. 

Im Nachgang des Nominierungszeitraums machte der DSV-Chefbundestrainer Henning Lambertz den bisher noch nicht qualifizierten Athleten wie Koch Hoffnung. Wer bei den Deutschen Meisterschaften vom 19. bis 22. Juli noch einmal mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam mache, dürfe auf eine Nachnominierung hoffen, so der Chefcoach. In der bereinigten Europarangliste liegt Koch derzeit an siebter Stelle, wird sich also nochmal etwas steigern müssen, um den Chefbundestrainer zu überzeugen.

Medaillen gab es am Sonntag in Canet für die DSV-Schwimmer nicht. Über die 100m Rücken verpasste Christian Diener, der tags zuvor die doppelte Distanz gewonnen hatte, in 55,32 Sekunden das Podest um nur neun Hundertstel. Bei den Damen wurde Laura Riedemann über diese Strecke in 1:01,30 Minuten Fünfte.

Über die 50m Brust landete Fabian Schwingenschlögl in 27,99 Sekunden auf Rang sieben. Hier war Adam Peaty in 26,73 Sekunden mal wieder eine Klasse für sich. Bei den Damen blieb Yuliya Efimova in 29,93 Sekunden als erste Schwimmerin in diesem Jahr unter der 30er Grenze.

Für starke Leistungen sorgten zum Ende des Auftaktmeetings vor allem die Sprinter. Die 17-jährige Japanerin Rikako Ikee zauberte über die 50m Schmetterling (25,11) und 100m Freistil (53,10) ein paar Top-Zeiten ins Becken. Im Freistilfinale waren die Kanadierin Taylor Ruck (53,13) und Frankreichs Charlotte Bonnet (53,20) der jungen Japanerin dicht auf den Fersen. Bei den Herren blieb der Japaner Katsumi Nakamura (48,89) als Einziger unter 49 Sekunden.

Fortgesetzt wird die Tour am Mittwoch und Donnerstag mit dem Wettkampf in Barcelona.

Die Links zum Mare Nostrum Meeting in Canet: