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(24.11.2013) Mit einem Paukenschlag sind heute in Wuppertal die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften 2013 zu Ende gegangen. Theresa Michalak schwamm in letzten Finale der Kurzbahn-DM einen neuen Deutschen Rekord über die 100m Lagen und sorgte damit für das Highlight der Titelkämpfe. Eine starke Vorstellung lieferte auch Paul Biedermann mit einer Weltklassezeit über die 400m Freistil ab.  Zudem gelang es vier weiteren Athleten, sich für die Kurzbahn-EM in Herning (Dänemark) zu qualifizieren.


Was für ein Abschluss der Kurzbahn-DM 2013: Im letzten Finale der Titelkämpfe schwamm Theresa Michalak in 58,93 Sekunden einen neuen Deutschen Rekord über die 100m Lagen und sorgte so für die erste und einzige nationale Bestmarke in der Offenen Klasse bei den Meisterschaften in Wuppertal. Michalak unterbot damit die alte Bestmarke, die sie selbst bei der Kurzbahn-EM 2011 aufgestellt hatte, um 12 Hundertstelsekunden. Die EM-Norm von 1:01,00 Minuten war für sie eine kaum erwähnenswerte Hürde.

Die Hallenserin krönte damit die hervorragende Vorstellung, welche sie in den vergangenen Tagen bei der Kurzbahn-DM abgeliefert hatte. Auch über die 200 und 400m Lagen hatte sie sich Titel und EM-Ticket geholt und war zudem über die 100m Brust unter die EM-Norm geschwommen.

Hinter Michalak schwamm auch Julia Leidgebel in 1:00,24 Minuten unter die EM-Norm und sicherte sich so ihren Startplatz bei der Kurzbahn-Europameisterschaft. Die Bronzemedaille ging in 1:00,56 Minuten an Annika Bruhn.

Mit einer starken Leistung verabschiedete sich heute zudem Paul Biedermann aus dem Wettkampfjahr 2013. Über die 400m Freistil hatte der Weltrekordhalter trotz langer Pause keine Probleme damit, die nationale Konkurrenz in Schach zu halten. In 3:39,02 Minuten holte er mit deutlichen 1,81 Sekunden Vorsprung auf Tim Wallburger den Titel. Damit stellte Biedermann zudem unter Beweis, dass er auch international noch immer vorn dabei ist: Mit dieser Zeit reiht er sich in der aktuellen Weltrangliste an sechster Stelle ein und ist nach Yannick Agnel zweitschnellster Europäer.

Bronze ging in 3:41,99 Minuten an Florian Vogel. Das Trio blieb damit deutlich unter der EM-Norm von 3:44,00 Minuten. Zwar qualifizieren sich nur die ersten beiden Athleten für die Kurzbahn-EM. Da Biedermann jedoch bereits angekündigt hat, in Herning nicht starten zu wollen, und Vogel bereits über weitere Strecken unter der EM-Norm blieb, darf auch er nun auf das EM-Ticket hoffen.

Mit einer weißen Weste beendete auch Steffen Deibler die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal. Nach den Siegen über die 50m Schmetterling und 100m Freistil holte er heute auch die Titel über die 100m Schmetterling und 50m Freistil. In 51,34 Sekunden war er über die 100m Schmetterling 1,28 Sekunden schneller als Markus Gierke, der sich die Silbermedaille holte, die EM-Norm (51,50) jedoch deutlich verfehlte. Die Bronzemedaille ging an Alexander Kunert, der in 52,68 Sekunden einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 17-Jährigen aufstellte.

Zudem hielt Deibler die nationale Konkurrenz über die 50m Freistil gerade so in Schach. In 21,80 Sekunden konnte er nur knapp mit sechs Hundertsteln Vorsprung vor Maximilian Oswald anchlagen. Beide verpassten damit jedoch die EM-Norm von 21,50 Sekunden. Die Bronzemedaille ging in 22,03 Sekunden an Tim-Thorben Suck.

Den dritten Einzeltitel gab es heute für Dorothea Brandt. Auch über die 50m Freistil war sie nicht zu schlagen und blieb in 24,18 Sekunden souverän unter der EM-Norm (24,50). Hinter der Essenerin schwammen Daniela Schreiber (25,04) und Annika Bruhn (25,06) auf die weiteren Podestplätze. Brandt hatte bereits über die 100m Freistil und 50m Brust die Goldmedaille geholt. Hinzu kommen zwei Siege mit den Essener Staffel.

Titel Nummer drei gab es zum Abschluss der Kurzbahn-DM auch für Vize-Weltmeister Marco Koch. Über seine Paradestrecke 200m Brust unterbot er in 2:05,98 Minuten die EM-Norm (2:07,50) deutlich und sicherte sich bereits seinen vierten Startplatz bei der Kurzbahn-EM. Im Fahrwasser von Koch schwamm auch der 19-jährige Nils Wich-Glasen in 2:07,22 Minuten unter die EM-Norm und sicherte sich so sein Ticket nach Dänemark.

Mit einer starken Leistung über die 100m Rücken holte Christian Diener ebenfalls seine dritte Goldmedaille in Wuppertal. In 50,81 Sekunden blieb er deutlich unter der EM-Norm (52,00) und schlug 1,68 Sekunden vor seinem Trainingskameraden Felix Wolf an. Die Bronzemedaille sicherte sich Jan-Philip Glania in 52,98 Sekunden. Diener blieb damit über die Rückenstrecken in Wuppertal ungeschlagen. Auch die 50 und 200m hatte er für sich entschieden.

Caroline Ruhnau war über die 200m Brust der Damen nicht zu schlagen. Die Olympiateilnehmerin verwies in 2:24,21 Minuten die Berlinerin Vanessa Grimberg (2:25,16) auf den zweiten Platz und unterbot wie schon über die 50 und 100m Brust auch hier die EM-Norm (2:24,50). Bronze ging in 2:27,70 Minuten an Margarethe Hummel.

Einen zweiten Meistertitel gab es auch für Leonie Antonia Beck. Die Würzburgerin unterbot über die 800m Freistil in 8:17,50 Minuten problemlos die EM-Norm (8:34,00) und stellte zudem einen neuen Deutschen Altersklassenrekord bei den 16-Jährigen auf. Hinter Beck sicherte sich auch Sarah Köhler in 8:24,49 Minuten das Ticket für die Kurzbahn-EM. Die Bronzemedaille holte sich Johanna Friedrich (8:32,51), die sich bereits über die 400m Freistil für die EM qualifiziert hatte.

Über die 100m Schmetterling holte sich Franziska Hentke den Titel. In 57,89 Sekunden blieb sie wie schon über die doppelte Distanz auch hier unter der EM-Norm (58,00). Hinter der Magdeburgerin schwamm Alexandra Wenk in 57,99 Sekunden zu Silber und unterbot die EM-Normzeit damit um eine hauchdünne Hundertstelsekunde. Die Bronzemedaille ging in 58,44 Sekunden an Lisa Höpink. Wenk und Höpink sorgten damit für neue Deutsche Altersklassenrekorde bei den 18- bzw. 15-Jährigen.

Einen weiteren EM-Startplatz sicherte sich auch Philip Heintz. Über die 200m Lagen blieb er in 1:55,95 Minuten mehr als eine Sekunde unter der EM-Norm (1:57,00). Hinter ihm belegten Ensar Hajder (1:57,05) und Philipp Forster (1:57,35) die weiteren Podestplätze.

Keine Normerfüller gab es heute hingegen über die 100m Rücken der Damen. Hier sicherte sich Jenny Mensing zwar einen weiteren Meistertitel. In 59,17 Sekunden blieb sie jedoch 1,7 Zehntel über der EM-Norm. Hinter Mensing schwammen Doris Eichhorn (59,23) und Lisa Graf (59,25) auf die weiteren Podestplätze.

Die heutigen Medaillengewinner bei der Kurzbahn-DM in Wuppertal:

800m Freistil der Damen:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Leonie Antonia Beck 1997 SV Würzburg 05 08:17,50 AR
2. Sarah Köhler 1994 SG Frankfurt 08:24,49
3. Johanna Friedrich 1995 SC Magdeburg 08:32,51

100m Schmetterling - männlich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Steffen Deibler 1987 Hamburger SC 00:51,34
2. Markus Gierke 1991 W98 Hannover 00:52,62
3. Alexander Kunert 1996 SV Gelnhausen 1924 00:52,68 AR

50m Freistil - weiblich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Dorothea Brandt 1984 SG Essen 00:24,18
2. Daniela Schreiber 1989 SV Halle (Saale) 00:25,04
3. Annika Bruhn 1992 SV Bietigheim 00:25,06

200m Brust - männlich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Marco Koch 1990 DSW 1912 Darmstadt 02:05,98
2. Nils Wich-Glasen 1994 SSG 81 Erlangen 02:07,22
3. Max Werkmeister 1989 SV Würzburg 05 02:09,13

400m Freistil - männlich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Paul Biedermann 1986 SV Halle / Saale 03:39,02
2. Tim Wallburger 1989 SG Neukölln Berlin 03:40,83
3. Florian Vogel 1994 SG Stadtwerke München 03:41,99

200m Brust - weiblich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Caroline Ruhnau 1984 SG Essen 02:24,21
2. Vanessa Grimberg 1993 SVR Stuttgart 02:25,16
3.  Margarethe Hummel 1997 SG Neukölln Berlin 02:27,79

200m Lagen - männlich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Philip Heintz 1991 SV Mannheim 01:55,95
2. Ensar Hajder 1991 SG Essen 01:57,05
3. Philipp Forster 1994 SC Wiesbaden 1911 01:57,35

100m Schmetterling - weiblich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Franziska Hentke 1989 SC Magdeburg 00:57,89
2. Alexandra Wenk 1995 SG Stadtwerke München 00:57,99 AR
3. Lisa Höpink 1998 SG Essen 00:58,44 AR

100m Rücken - männlich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Christian Diener 1993 PSV Cottbus 90 00:50,81
2. Felix Wolf 1989 Potsdamer SV 00:52,49
3. Jan-Philip Glania 1988 SG Frankfurt 00:52,98

100m Rücken  - weiblich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Jenny Mensing 1986 SC Wiesbaden 1911 00:59,17
2. Doris Eichhorn 1993 Aqua Berlin 00:59,23
3. Lisa Graf 1992 SG Neukölln Berlin 00:59,25

50m Freistil - männlich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Steffen Deibler 1987 Hamburger SC 00:21,80
2. Maximilian Oswald 1994 SG Neukölln Berlin 00:21,86
3. Tim-Thorben Suck 1994 Potsdamer SV 00:22,03

100m Lagen - weiblich:

Platz Name JG Verein Zeit
1. Theresa Michalak 1992 SV Halle (Saale) 00:58,93 DR
2. Julia Leidgebel 1995 SG Dortmund 01:00,24
3. Annika Bruhn 1992 SV Bietigheim 01:01,56

Die wichtigsten Links der Kurzbahn-DM 2013 in Wuppertal: