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(04.08.2013) Die beiden DSV-Lagenquartette kamen in den Vorläufen der Schwimm-WM in Barcelona heute jeweils auf Platz acht und qualifizieren sich damit knapp für die Finals. Weniger Glück hatte Yannick Lebherz. Er schied über die 400m Lagen als Elfter aus.


Die beiden deutschen Lagenstaffeln machten es am heutigen Vormittag spannend. Jeweils mit der achtschnellsten Zeit zogen die DSV-Damen und -Herren in die WM-Finals über die 4x100m Lagen ein. Bei den Damen machte Britta Steffen, die als Schlussschwimmerin eine starke Leistung ablieferte, den Unterschied.

Das Team qualifizierte sich in 4:01,30 Minuten für den Endlauf. Als Startschwimmerin hatte Lisa Graf bei ihrem WM-Debüt eine Zeit von 1:00,89 Minuten ins Wasser gebracht und dürfte bereits damit ihre Nachnominierung für die Schwimm-WM gerechtfertigt haben. Sie sorgte damit für die schnellste Zeit, die eine deutsche Athletin über die 100m Rücken in diesem Jahr schwimmen konnte. Caroline Ruhnau lieferte über die Brust-Teilstrecke eine Zeit von 1:09,06 Minuten ab. Alexandra Wenk konnte als Schmetterlingschwimmerin in 58,31 Sekunden überzeugen. Den Finalplatz sicherte jedoch Britta Steffen als Schlusschwimmerin mit ihrer Leistung von 53,04 Sekunden. Sie konnte das DSV-Team an der Staffel aus Schweden vorbeischwimmen und dadurch den Platz im Finale erobern. Die Vorlaufbestzeit ging wie erwartet an die USA in 3:58,66 Minuten.

Auch DSV-Herren kommen als Achter weiter

Auch die DSV-Herren kamen auf Platz acht und qualifizierten sich somit knapp für das Finale. Im ersten der drei Vorläufe hatten sie eine Zeit von 3:34,91 Minuten vorgelegt und mussten von da an zittern. Felix Wolf hatte als Startschwimmer eine Zeit von 55,12 Sekunden ins Becken gebracht. Über die Brustdistanz schwamm Hendrik Feldwehr in 59,56 Sekinden eine starke Zwischenzeit. Steffen Deibler lieferte auf der Schmetterlingstrecke eine Zeit von 51,58 Sekunden ab. Dimitri Colupaev brachte das Team in 48,65 Sekunden nach Hause. Die Vorlaufbestzeit ging standesgemäß an die USA in 3:32,72 Minuten, obwohl wie gewohnt nur eine B-Mannschaft an den Start geschickt wurde. Das Quartett dürfte am Abend auf allen Positionen verändert werden.

Lebherz schwimmt über 400m Lagen auf Platz elf

Über die 400m Lagen verpasste Yannick Lebherz in 4:16,23 Minuten das WM-Finale knapp. Er landete auf dem 11. Platz und blieb dabei fast vier Sekunden über seinem Deutschen Rekord von 4:12,47 Minuten, den er bei seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin aufgestellt hatte. Lebherz fehlten lediglich 4,2 Zehntel zum Sprung unter die besten Acht dieser Welt. Kevin Wedel kam bei seinem WM-Debüt in 4:23,18 Minuten auf den 21. Platz. Schnellster Athlet in den Vorläufen war hier US-Schwimmer Chase Kalisz in 4:11,87 Minuten.

Hosszu schickt Kampfansage an Ye Shiwen

Die Vorlaufbestzeit über die 400m Lagen der Damen lieferte die Ungarin Katinka Hosszu ab. Sie schickte in 4:32,72 Minuten eine Kampfansage an Titelverteidigerin Ye Shiwen aus China. Diese schwamm in 4:34,93 Minuten zeitgleich mit der Ungarin Zsuzsanna Jakabos mit der drittbesten Leistung ins Finale. Stark präsentierte sich auch Lokalmatadorin Mireia Belmonte, die in 4:34,64 Minuten die zweitschnellste Zeit des Feldes abgeliefert hatte.

Die heutigen Ergebnisse der DSV-Schwimmer in den WM-Vorläufen:

400m Lagen (m):
11. Yannick Lebherz - 4:16,23 (DM-Zeit: 4:12,47)
21. Kevin Wedel - 4:23,18 (DM-Zeit: 4:17,33)

4x100m Lagen (m):
8. Wolf / Feldwehr / Deibler / Colupaev - 3:34,91 Q

4x100m Lagen (w):
8. Graf / Ruhnau / Wenk / Steffen - 4:01,30 Q

Die wichtigsten Links zur Schwimm-WM 2013: