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(13.03.2012) Der Deutsche Schwimm-Verband hat 32 Athleten für die vom 21. bis 27. Mai stattfindenden Europameisterschaften in Debrecen (Ungarn) nominiert. Die kontinentalen Titelkämpfe gelten neben den eine Woche zuvor ausgetragenen Deutschen Meisterschaften in Berlin als zweite Möglichkeit für die deutschen Schwimmer, um sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Neben den arrivierten Kräften der Nationalmannschaft dürfen sich auch fünf Neulinge über das EM-Ticket freuen.

 

Der Deutsche Schwimm-Verband gibt 18 Frauen und 14 Männern aus seinen Reihen mit der Nominierung für die EM in Ungarn die doppelte Chance, sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren. Mit dabei sind neben den zwölf bereits gesetzten Schwimmern die Athleten, die bei den Wettkämpfen in Magdeburg und London unter den EM-Normen bleiben konnten. Nicht dabei ist lediglich Freiwasser-Spezialist Rob Muffels, der über die 1500m Freistil als Dritter knapp unter der Norm blieb. Der in den USA studierende und trainierende Dimitri Colupaev konnte sich sein Ticket beim US Grand Prix Meeting in Columbus im direkten Duell mit Superstar Michael Phelps sichern.

Fünf Neulinge bei den Europameisterschaften

Neben den festen Größen der Nationalmannschaft wie Britta Steffen, Paul Biedermann oder auch Hendrik Feldwehr und den Deibler-Brüdern wurden auch fünf Neulinge für ihren ersten Auftritt bei einem internationalen Großereignis nominiert. Besonders überzeugen konnte bei der EM-Qualifikation Philip Heintz, der sowohl über die 100m Schmetterling als auch 200m Lagen bereits in den Bereich der Olympianorm schwimmen konnte. Auch Vanessa Grimberg, Lisa Graf, Alexandra Wenk und Sören Meißner stehen erstmals im Team für eine Europameisterschaft.

DSV in voller Stärke gegen minimierte Konkurrenz

Die Titelkämpfe in Ungarn könnten für einige Athleten nicht nur die Qualifikation für London sichern, sondern auch als Motivationsspritze wirken. Aufgrund der zeitlichen Nähe zu den Olympischen Spielen werden zahlreiche der internationalen Top-Schwimmer auf die Europameisterschaften verzichten. So kündigten bereits der französische und auch britische Schwimm-Verband an, nur mit einem B-Team anreisen zu wollen. Damit ergeben sich für das in voller Stärke antretende deutsche Team äußerst gute Medaillenchancen.

Ein Halbes Dutzend bereits dran an den Olympia-Normen

Nachdem dieser erste Schritt nun hinter ihnen liegt, geht es für die DSV-Schwimmer jetzt darum, fit für die Olympia-Qualifikation zu werden. Mit Blick auf die geforderten Normzeiten wird deutlich, dass zum einen zwar für viele noch einiges an Arbeit zu investieren ist. Zum anderen konnte jedoch ein halbes Dutzend Athleten bereits unter oder an die Olympia-Normen heranschwimmen. Britta Steffen, Daniela Schreiber und Dorothea Brandt dürften auf den kurzen Freistil-Strecken kaum Probleme bekommen. Bei den Herren lagen die Brustspezialisten Hendrik Feldwehr und Marco Koch sowie Überraschungskandidat Philip Heintz bereits im Bereich der Norm. Bis zur Olympia-Qualifikation im Mai bleiben noch acht Wochen Zeit, um auch den Rest der DSVler auf Kurs in Richtung London zu bringen.