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(07.06.2021) Der Schwimm-Weltverband FINA hat eine neue Führungsspitze. Am Wochenende wurde der Kuwaiti Husain al Musallam ohne Gegenkandidaten zum neuen Präsidenten gewählt. Der bisherige Vize-Präsident tritt damit die Nachfolge von Julio Maglione an, der die FINA seit 2009 geführt hatte.

Der einstige Schwimm-WM-Teilnehmer kündigte an, die Umsätze des Weltverbandes ankurbeln zu wollen und den nationalen Verbänden, aber auch den Athleten mehr finanzielle Mittel zukommen zu lassen.

Al Musallam gilt in der Sportwelt als nicht umunstritten. Der Name des 61-Jährigen tauchte im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen beim Fußball-Weltverband FIFA auf und im Vorfeld der Schwimm-WM 2017 wurden Tonbandaufnahmen bekannt, in denen Al Musallam für Sponsorenverträge an ihn selbst gehende "Kommissionen" verlangt haben soll. Damals berichtete u.a. der Spiegel. Angeklagt wurde Al Musallam jedoch nie.

Auch auf dem Posten des Exekutiv-Direktors gibt es bei der FINA ein neues Gesicht. Der US-amerikanische Sport-Anwalt Brent Nowicki übernimmt das Amt von Cornel Marculescu, der die Tagesgeschäfte des Weltverbandes 35 Jahre lang geführt hatte.

Das FINA-Präsidium für die Wahlperiode 2021 bis 2025:

  • Präsident: Husain Al Musallam (KUW)
  • Erster Vizepräsident: Sam Ramsamy (RSA)
  • Zweiter Vizepräsident: Matthew Dunn (AUS)
  • Schatzmeister: Dale Neuburger (USA)
  • Vizepräsidenten: Paolo Barelli (ITA), Zhou Jihong (CHN), Juan Carlos Orihuela (PAR)