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(12.04.2021) Zum Abschluss des Pro Swim Series Meetings im kalifornischen Mission Viejo konnte Eric Friese am Sonntag einen Podestplatz einfahren. Über die 100m Freistil musste sich der Potsdamer nur dem US-Amerikanischen Olympiasieger Nathan Adrian (48,74) geschlagen geben.

In 49,05 Sekunden lieferte Friese unter den deutschen Schwimmern die bisher zweitschnellste Finalleistung des Qualifikationszeitraums für die Olympischen Spiele ab. Ob dies reichen wird, um einen Platz in der 4x100m Freistilstaffel zu erhalten, bleibt abzuwarten.

Die Kandidaten für die kurze Kraulstaffel müssen sich am abschließenden Qualifikationswochenende noch steigern. Bisher konnte die vom Deutschen Schwimm-Verband vorgegebene Olympianorm noch nicht geknackt werden. Das Potential wurde aber noch nicht voll ausgeschöpft: So hielt sich Marius Kusch am Wochenende in Stockholm mit einer hohen 49er Zeit noch zurück. Sein Fokus liegt auf dem Qualifikationswettkampf von Freitag bis Sonntag in Berlin. Auch Josha Salchow hat bereits gezeigt, dass er unter 49 Sekunden schwimmen kann, nur konnte er dies bisher nicht mit einer Finalleistung ins Becken bringen.

4x100m Freistil - Herren
1 Damian Wierling   00:48,83 Eindhoven
2 Eric Friese   00:49,05 Mission Viejo
3 Josha Salchow   00:49,08 Stockholm
4 Christoph Fildebrandt 00:49,34 Magdeburg
  Norm: 03:15,50   03:16,30  

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Die internationale Qualifkationsvoraussetzung für Tokio haben die deutschen Staffeln bereits erbracht. Da alle von ihnen bei der WM 2019 unter den Top 12 landeten, ist in jedem Staffelevent bei Olympia ein Quotenplatz für ein deutsches Team reserviert. Der Deutsche Schwimm-Verband hat aber selbst noch einmal eigene Qualifikationsnormen für die Staffeln aufgestellt. Die Summe der besten vier deutschen Staffelkandidaten in den Finals (!) der Nominierungswettkämpfe bis zum 18. April muss schneller sein als die DSV-Norm. Dies gelang bisher allen Damenstaffeln sowie der gemischten Lagenstaffel und der Lagenstaffel der Herren. Mehr dazu: