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(30.07.2011) Am vorletzten Tag der Schwimm-WM in Shanghai konnten vor allem die US-Amerikaner glänzen. Insgesamt drei Goldmedaillen holten sich die Athleten aus Übersee. Ins Rampenlicht schwamm sich dabei die erst 16-jährige Melissa Franklin. Rekord-Olympiasieger Michael Phelps holte sich über die 100m Schmetterling den dritten Titel in Folge. Kein Jubel hingegen erneut beim DSV-Team: Dorothea Brandt und Helge Meeuw schwammen knapp am Finale vorbei. Die 4x100m Lagenstaffel der Damen wurde disqualifiziert.


 

Rekord-Olympiasieger Michael Phelps konnte sich über die 100m Schmetterling den dritten WM-Titel in Folge holen. In 50,71 Sekunden ließ er dem Polen Konrad Czerniak  (51,15) kaum eine Chance. Phelps Landsmann Tyler McGill schwamm in 51,26 Sekunden auf Rang drei. Für Michael Phelps war es nach dem Sieg über die 200m Schmetterling und dem Triumph mit der 4x200m Freistilstaffel der dritte Sieg in Shanghai. Trotzdem stahl ihm heute erneut ein Mitglied des eigenen Teams die Show.

 

US-Girl Franklin schrammt zweimal am Weltrekord vorbei

Die 200m Rücken entschied die erst 16-jährige Melissa Franklin aus den USA in 2:05,10 Minuten für sich und blieb dabei nur knapp drei Zehntel über dem im Hightech-Anzug geschwommenen Weltrekord. Silber ging an die Australierin Belinda Hocking in 2:06,06 Minuten. Auf Platz drei schwamm Sharon van Rouwendaal aus den Niederlanden in 2:07,78 Minuten.

Später verfehlte Franklin auch über die 4x100m Lagen mit der US-Staffel den Weltrekord nur knapp. In 3:52,36 Minuten kam sie mit Natalie Coughlin, Rebecca Soni, Dana Vollmer bis auf 17 Hundertstel an die Bestmarke heran. Silber ging an das Team aus China mit mehr als drei Sekunden Rückstand. Auf Platz drei kamen die Australierinnen in  3:57,14 Minuten. Jenny Mensing, Sarah Poewe,  Sina Sutter und Daniela Schreiber schwammen die siebtschnellste Zeit, wurden jedoch wegen eines Wechselfehlers von Rücken auf Brust disqualifiziert.

Brandt und Meeuw scheitern knapp im Halbfinale

Dorothea Brandt war im Halbfinale über die 50m Freistil in 25,06 Sekunden zwei Zehntel langsamer als noch im Vorlauf und schwamm damit um nur eine Hundertstel am Endlauf vorbei. Die schnellste Zeit legte die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo in 24,56 Sekunden hin. Brandt hatte sich voll auf den Freistilsprint konzentriert und dafür auf ihren Start über die 50m Brust verzichtet. Im Halbfinale schwamm hier die US-Amerikanerin Jessica Hardy in 30,40 Sekunden die schnellste Zeit. Für den Einzug in den Endlauf hätte eine Leistung von 31,41 Sekunden gereicht. Brandts Saisonbestzeit liegt bei 30,83 Sekunden.

Im Semifinale über die 50m Rücken schwamm Helge Meeuw in 25,20 Sekunden als Zehnter um elf Hundertstel am Finale vorbei. Die schnellste Zeit legte hier der Brite Liam Tancock in 24,62 Sekunden hin. Auch Meeuw wäre mit seiner Vorlaufzeit (25,04) im Finale gewesen.

Dekker, Cielo und Adlington holen Titel

Über die 50m Schmetterling musste sich Top-Favoritin Therese Alshammar in 25,76 Sekunden knapp der Niederländerin Inge Dekker um fünf Hundertstel geschlagen geben. Bronze ging an die Französin Melanie Henique in 25,86 Sekunden.

Der Brasilianer Cesar Cielo hat auch die 50m Freistil für sich entschieden. In 21,52 Sekunden holte er sich mit deutlichen 3,8 Zehntelsekunden Vorsprung den Sieg vor dem Italiener Luca Dotto. Bronze ging in 21,92 Sekunden an den Franzosen Alain Bernard. Cielo hatte bereits über die 50m Schmetterling triumphiert.

Den WM-Titel über die 800m Freistil der Damen sicherte sich in 8:17,51 Minuten die Britin Rebecca Adlington mit einem starken Schlussspurt auf den letzten 50m gegen die Dänin Lotte Friis (8:18,20). Damit holte sie das erste Gold für das Gastgeberland der Olympischen Spiele 2012. Bronze ging an die US-Amerikanerin Kate Ziegler in 8:23,36 Minuten.

USA siegen erneut in der Nationenwertung

Mit den fünf weiteren Medaillen des heutigen Tages setzen sich die USA im Medaillenspiegel weiter ab und haben nun 23 mal Edelmetall auf dem Konto. Sie können dank der mittlerweile 12 gewonnenen Titel bei noch sieben ausstehenden Entscheidungen nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. China liegt mit vier Siegen bereits abgeschlagen auf Platz zwei. Dank des Sieges von Cesar Cielo klettern die Brasilianer auf Rang drei. Die deutsche Mannschaft hat weiterhin vier Bronzemedaillen auf dem Konto und liegt auf Platz 19. Für das DSV-Team werden morgen Yannick Lebherz und die 4x100m Lagenstaffel der Herren am Start sein und versuchen mit etwas Glück noch einen Podestplatz herauszuschwimmen.

Medaillenspiegel nach 33 von 40 Entscheidungen:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 USA 12 4 7 23
2 China 4 2 7 13
3 Brasilien 3     3
4 Italien 2 3   5
5 Australien 2 7 2 11
6 Frankreich 2 2 5 9
7 Dänemark 2 1   3
8 Niederlande 2   2 4
9 Russland 1 2   3
  Großbritannien 1 2   3
11 Ungarn 1   2 3
  Südkorea 1     1
  Norwegen 1     1
  Weißrussland 1     1
15 Japan   4 1 5
16 Kanada   2 1 3
17 Schweden   1   1
  Polen   1   1
19 Deutschland     4 4
20 Südafrika     2 2

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