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(21.12.2018) Nach dem Rücktritt von Henning Lambertz als Chef-Bundestrainer Schwimmen hat der Deutsche Schwimm-Verband am Freitag in einer Pressemitteilung nochmals bekräftigt, dass dessen Stelle bis zu den Olympischen Spielen 2020 nicht neu besetzt werden soll. Stattdessen wolle man den "Bereich Leistungssport im Beckenschwimmen neu ausrichten".

Ein Betreuerstab mit dem Titel "Team Tokio 2020" soll die Athleten auf dem Weg zu den kommenden Olympischen Spiele begleiten. Der Betreuerkreis wird sich aus einem Trainerteam und zusätzlichen spezifischen Experten aus dem Bereich des Gesundheitsmanagements sowie der Trainings- und Ernährungswissenschaft zusammensetzen.

Die sportfachlichen Aufgaben Lambertz' sollen auf die Schultern der Bundesstützpunkttrainer sowie der Heimtrainer leistungsstarker Athleten verteilt werden. Im Zusammenhang mit dem Rücktritt Lambertz wurde spekuliert, dass einer von diesen Trainern kommissarisch bis Tokio auf den Posten des Bundestrainers rückt. Das wird formell aber nicht der Fall sein. Stattdessen erklärt der DSV: "Für die inhaltlich-methodische Steuerung der Nationalmannschaften wird es innerhalb des DSV-Teams Tokio 2020 einen Leading-Coach geben, die Staffelverantwortlichkeiten werden ebenfalls neu zugeordnet."

Bei den Saisonhöhepunkten orientiert sich die Betreuung der Athleten in den nächsten zwei Jahren am Modell des US-Schwimmverbandes. Dieser beruft für Weltmeisterschaften, Olympische Spiele etc. jeweils Chefcoaches, die die Teams vor Ort leiten. Ähnlich will man es nun beim DSV auf dem Weg nach Tokio handhaben: "Aus den Reihen des Trainerteams wird ein Cheftrainer bestimmt, der in enger Rückkopplung mit dem Direktor Leistungssport die sportfachlichen Prozesse führt."

Thomas Kurschilgen, Direktor Leistungssport im DSV, blickt mit diesen Neustrukturierungen optimistisch auf die kommenden beiden Saisonhöhepunkte der Schwimmer: „Mit diesen Veränderungen stellen wir die potenzialreichsten Athletinnen und Athleten mit ihren Trainern in einer kompetenzorientierten Führung und Kommunikation in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir sind überzeugt davon, dass wir so eine leistungsstarke DSV-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaften 2019 in Südkorea und die Olympischen Spiele 2020 entwickeln werden.“