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(15.08.2014) Auch heute geben wir einen Ausblick auf die Beckenwettbewerbe der Schwimm-EM 2014 in Berlin. Wir nehmen Lage für Lage die Favoriten und die Chancen der DSV-Schwimmer unter die Lupe. Diesmal widmen wir uns den Bruststrecken der Damen:


50m Brust: Meilutyte peilt ersten EM-Titel an

(Finale am 24. August) Sie ist bereits Weltmeisterin, Olympiasiegerin und mehrfache Weltrekordhalterin. Doch ein Titel fehlt noch in ihrer Sammlung: Bei einer Langbahn-EM stand Litauens Schwimmsternchen Ruta Meilutyte noch nie ganz oben auf dem Podium. In Berlin könnte sich dies ändern. Sie geht als Top-Favoritin über die 50m Brust an den Start und alles andere als Gold für die 17-Jährige wäre eine Überraschung. Dahinter schwimmen die Schwedin Jennie Johansson, die Britin Sophie Taylor, Rikke Möller Pedersen sowie die Niederländerin Moniek Nijhuis um die weiteren Medaillen.

Auch DSV-Schwimmerin Dorothea Brandt könnte mit etwas Glück in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Im Brustsprint präsentierte sie sich zuletzt stark wie nie. Vereinskameradin Caroline Ruhnau, die sich ebenfalls über die 50m Brust für die EM qualifizierte, dürfte um einen Platz im Endlauf mitkämpfen können.

100m Brust: Nutzt Pedersen die Abwesenheit von Meilutyte

(Finale am 20. August) Obwohl sie zuletzt über diese Strecke alle internationalen Titel holte, dürften wir Ruta Meilutyte bei der EM nicht über die 100m Brust sehen. Das Jung-Talent ist am Finaltag nämlich noch gar nicht in Berlin sondern noch bei den parallel stattfindenden Olympischen Jugend-Sommerspielen in China und startet hier über diese Distanz. Erst für die Vorläufe über die 50m Brust am vorletzten EM-Tag reist sie nach Berlin. Damit ist die Dänin Rikke Möller Pedersen die Titelfavoritin über die 100m-Strecke. Wie schon über die 50m dürften auch hier Sophie Taylor und Jennie Johansson bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden können.  Auch die Spanierin Jessica Vall war in diesem Jahr schon schnell unterwegs.
Aus dem deutschen Team hatte sich über diese Strecke keine Athletin direkt für die EM qualifiziert. Es ist jedoch gut möglich, dass die Deutsche Meisterin Caroline Ruhnau hier zum Einsatz kommen wird.

200m Brust: Pedersen auf Rekordjagd

(Finale am 22. August) Die Frage über die 200m Brust ist nicht, ob Rikke Möller Pedersen die Goldmedaille holt, sondern wie schnell sie ist. Im Laufe des Jahres schwamm sie bereits mehrfach an den von ihr selbst gehaltenen Weltrekord heran. In Berlin soll die Bestmarke nun fallen. Dahinter kämpfen zahlreiche Schwimmerinnen um die weiteren Podestplätze. Auch hier sind die Spanierinnen Jessica Vall und Maria Garcia zu beachten. Russland schickt mit Vitalina Simonova eine aussichtsreiche Kandidatin ins Rennen.
Für DSV-Youngser Vanessa Grimberg sind die Titelkämpfe in Berlin ihre erste Europameisterschaft auf der Langbahn. Steigert sie ihre zuletzt geschwommene persönliche Bestleistung noch ein wenig, dürfte das Halbfinale kein Problem und vielleicht sogar der EM-Endlauf drin sein.

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Bild: © Gian Mattia D'Alberto/LaPresse - arena