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(10.11.2011) Weltcup-Dauerbrenner Marco Koch kann bereits mit einer Hand nach einem satten Scheck für einen der vorderen Plätze der Weltcup-Gesamtwertung greifen. Beim Meeting in Peking (China) sorgte der Darmstädter für die drittbeste Leistung und konnte so seinen dritten Platz im Gesamt-Ranking weiter absichern. An der Spitze ist Chad le Clos und Therese Alshammar der Sieg so gut wie nicht mehr zu nehmen.

 

Wie schon zum Auftakt der Asienreise in Singapur konnte sich Marco Koch auch beim Weltcup in Peking über 16 weitere Punkte für die Gesamtwertung freuen. Mit nun 59 Zählern liegt er an dritter Stelle und hat 17 Punkte Vorsprung vor seinem japanischen Dauerrivale Naoya Tomita. Kochs Zeit von 2:04,99 Minuten über die 200m Brust war die drittstärkste Leistung in Peking. Besser waren nur Chad le Clos, der Dank seines Sieges über die 200m Schmetterling in der Gesamtwertung praktisch uneinholbar an erster Stelle liegt, und der erst 16-jährige Chinese Yun Hao, der mit über die 1500m Freistil mit starken 14:40,15 Minuten überraschen konnte.

Le Clos nahezu uneinholbar

Le Clos hat nun bereits 136 Punkte auf seinem Weltcup-Konto. Dem Südafrikaner ist der Gesamtsieg damit kaum mehr zu nehmen. Auf den zweitplatzierten Japaner Hidemaso Sano hat er bereits 66 Zähler Vorsprung. Beim Weltcup-Finale in Tokio gibt es zwar doppelte Punkte. Doch selbst für die beste Leistung wären nur 50 Zähler drin. Nur ein Weltrekord, für den es einen 25-Punkte-Bonus gäbe, könnte le Clos noch gefährden. Und dabei muss Sano bei seinem Heimweltcup erstmal an den Start gehen. Bei den vergangenen beiden Meetings war er nicht dabei. Sollte er auch in Tokio fehlen, hat Marco Koch sogar gute Chancen sich den zweiten Platz der Gesamtwertung zu sichern. Auf Sano hat er nur 11 Punkte Rückstand. Beim Weltcup-Finale würde Koch damit die sechstbeste Leistung reichen, um aus einem 30.000$-Scheck eine Prämie von 50.000$ zu machen.

Die ersten Zehn der Gesamtwertung der Herren:

Schwimmer Dubai Stock Moskau Berlin Sin Pek Ges.
Chad Le Clos (RSA) 25 16 20 25 25 25 136
Hidemasa Sano (JPN)   25 25 20      70
Marco Koch (GER) 20 5   2 16 16  59
Naoya Tomita (JPN)   7 2   20 13  42
Michael Phelps (USA)     16 16      32
Kenneth To (AUS)   20 10 1      31
Paul Biedermann    3 13 7     23
Xiaolei Sun (CHN)           20 20
Daiya Seto (JPN)   13   5      18
Christopher Wright          10 7  17

Auch bei den Damen ist die Führende der Gesamtwertung, Therese Alshammar, weitgehend ungefährdet. In Peking sorgte sie bei ihrem Sieg über die 100m Schmetterling in 55,76 Sekunden erneut für die stärkste Leistung. Mit 95 Zählern konnte sie die alleinige Führung im Gesamt-Ranking übernehmen. Zuvor hatte sie sich diese noch mit US-Girl Melissa Franklin teilen müssen. Da diese jedoch keine weiteren Weltcups bestreitet, geht von ihr keine Gefahr für Alshammar aus. Auf ihre damit schärfste Verfolgerin, Ying Lu aus China, hat die Schwedin bereits 53 Punkte Vorsprung und befindet sich damit auf dem Weg zum Gesamtsieg in einer ähnlich komfortablen Situation wie Chad le Clos. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Alshammar am Ende der Weltcup-Serie über Platz eins und damit einen Scheck über 100.000$ freuen können.

Die besten Zehn der Gesamtwertung der Damen:

Schwimmerin Dubai Stock Moskau Berlin Sin Pek Ges.
Therese Alshammar   16 16 13 25 25  95
Melissa Franklin      25 45      70
Ying Lu (CHN)   13 13     16  42
Allison Schmitt (USA)     20 20      40
Blair Evans (AUS)         20 20  40
Angie Bainbridge   20   10     30
Hye Ra Choi (KOR)   3 2   16 7  28
Daryna Zevina (UKR) 25     2     27
Sarah Sjöström   25          25
Izumi Kato (JPN) 16 2 3        21

Weiter geht es im Weltcup-Zirkus mit dem Finale im Tokio am 12. und 13. November. Neben dem Kampf um die vorderen Plätze in der Gesamtwertung wird hier sicher auch wieder Comeback-Star Ian Thorpe ein Thema sein, dessen Rückkehr auf die Bühne des Schwimmsports bisher eher unglücklich verlief. In Peking hatte er bei keinem seiner drei Starts ein Finale erreichen können. “Wenn ich am Wochenende in Tokio nicht schneller werde, wäre das sehr frustrierend”, so der fünffache Olympiasieger, der im kommenden Jahr die Teilnahme an den Spielen in London anstrebt.