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(08.07.2012) Am vorletzten Tag der Junioren-Europameisterschaften in Antwerpen gab es drei weitere Medaillen für das DSV-Team. Rob Muffels entschied die 800m Freistil für sich. Anna-Stephanie Dietterle gewann im Freistilsprint. Außerdem gab es Bronze für die Lagenmädels. Im Medaillenspiegel kletterte das deutsche Team damit auf Platz zwei.

 

Nach dem vierten von fünf Wettkampftagen der Junioren-EM hat das deutsche Team zwei weitere Europameister in seinen Reihen. Ausdauerspezialist Rob Muffels entschied in neuem Deutschen Altersklassenrekord von 7:59,43 Minuten die 800m Freistil für sich und holte sich damit nach dem Sieg über die 5km im Freiwasser im vergangenen Jahr nun auch die erste Goldmedaille im Becken. Über die 1500m Freistil war der Elmshorner bereits zu Silber geschwommen. Neben Muffels schwamm Poul Zellmann in 8:08,99 Minuten auf den sechsten Platz.

Dietterle sprintet zu Gold und holt Bronze mit der Lagenstaffel

Für den zweiten Titel der DSV-Schwimmer sorgte nur wenige Minuten später Anna-Stephanie Dietterle. In 25,40 Sekunden entschied die Cottbuserin die 50m Freistil souverän für sich und stellte ebenfalls einen neuen Deutschen Altersklassenrekord auf. Damit war für Dietterle jedoch noch nicht Feierabend. Zum Abschluss des Wettkampftages musste sie gemeinsam mit Selina Hocke, Elena Czeschner und Margarethe Hummel in der 4x100m Lagenstaffel ran. In 4:08,80 Minuten musste das deutsche Quartett den Teams aus Russland (4:07,61) und Großbritannien (4:08,40) den Vortritt lassen. Schlussschwimmerin Dietterle hatte dabei das Team auf der letzten Bahn an den zuvor auf Platz drei liegenden Däninen vorbei auf den Bronzerang schwimmen können.

Sikatzki auf sechs, Czeschner wird Siebte

In den weiten Finals kam Philip Sikatzki über die 50m Rücken in 26,27 Sekunden auf den sechsten Platz. Zuvor war Carl-Louis Schwarz im Halbfinale in 26,68 Sekunden als Elfter ausgeschieden. Über die 100m Schmetterling kam Elena Czeschner in 1:00,80 Minuten auf den siebten Platz. Auch Amelie Braul war neben Anna-Stephanie Dietterle am Nachmittag über die 50m Freistil am Start. Sie kam im Halbfinale in 26,47 Sekunden auf den zwölften Platz.

DSV-Junioren bereits besser als in den vergangenen Jahren

Bereits einen Tag vor Ende der Junioren-Europameisterschaften haben die deutschen Athleten mehr Medaillen auf dem Konto als bei den Titelkämpfen der vergangenen drei Jahre. Mit 17 mal Edelmetall (5/7/5) liegt die Mannschaft nun vor Italien auf dem zweiten Rang des Medaillenspiegels. Russland, das ebenfalls 17 Podestplätze holen konnte, liegt mit elf Goldmedaillen nahezu uneinholbar auf dem ersten Platz.

Oswald wittert nächste Medaillenchancen

Am letzten Wettkampftag stehen noch einmal elf Finals auf dem Plan. In den gestrigen Halbfinals konnten sich Katrin Demler (2:16,95) und Julia Schnorrbusch (2:17,61) als Dritte bzw. Sechste für den Endlauf über die 200m Lagen qualifizieren. Maximilian Oswald, der bereits vier Medaillen in Antwerpen holen konnte, zog über die 200m Freistil in 1:49,85 Minuten als Zweitschnellster ins Finale ein. Für Jacob Heidtmann (1:52,30) war auf Platz elf Schluss.Oswald wird zudem über die 50m Freistil und in der Lagenstaffel zu sehen sein.

Selina Hocke kam über die 100m Rücken in 1:03,06 Minuten als Dritte weiter. Tanja Makaric (1:04,12) wurde Zehnte. Über die 100m Brust zogen Julia Willers (1:10,79) und Margarethe Hummel (1:10,98) ins Finale ein. Bei den Jungen konnte sich über diese Strecke kein Athlet für den Endlauf qualifizieren. Nils Wich-Glasen kam in 1:04,02 Minuten lediglich auf Platz zehn. Philip Lücker kam über die 100m Schmetterling in 54,48 Sekunden knapp als Achter weiter. Philipp Forster wurde in 54,62 Sekunden Zehnter.