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(25.05.2017) Auch am zweiten Tag der französischen Meisterschaften in Strasbourg wollten die Athleten der einstigen Top-Nation einfach nicht in Schwung kommen. Abgesehen von Aurelie Muller (1500m Freistil), die ohnehin eher im Freiwasser zu Haus ist, konnte kein weiterer Schwimmer die zur Qualifikation für die Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest geforderten Normzeiten unterbieten.

Nicht einmal über die 200m Freistil der Herren, einst mit Athleten wie Yannick Agnel (Karriereende) und Jeremy Stravius (Pause) eine Paradestrecke der Franzosen, konnte sich ein Athlet für die Weltmeisterschaften qualifizieren. Der neue Meister Jonathan Atsu verfehlte die geforderte Zeit in 1:48,15 Minuten um genau eine Sekunde.

Das Problem dabei: In den Nominierungskriterien des Verbandes ist festgehalten, dass Frankreich nur dann eine 4x200m-Staffel bei den Weltmeisterschaften an den Start schicken wird, wenn mindestens der Erste der nationalen Meisterschaften die WM-Einzelnorm knackt. Und dies hat er am Mittwoch eben nicht geschafft. Es bleibt nun abzuwarten, ob Frankreich doch eine 4x200m-Staffel für die Weltmeisterschaften nominiert.

Stattdessen sorgte ein Schweizer für den Glanzmoment des Tages: Der 22-jährige Olympiateilnehmer Jeremy Desplanches entschied in Strasbourg die 400m Lagen für sich und stellte dabei in 4:13,11 Minuten einen neuen nationalen Rekord auf. In der Weltrangliste belegt er nun den zehnten Platz.

Auf den besten Franzosen, Nicolas D’Oriano (4:23,99) hatte Desplanches, der in Nizza trainiert, mehr als zehn Sekunden Vorsprung. Die durchaus machbare WM-Norm lag bei 4:17,88 Minuten.