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(01.04.2016) Das war knapp: Beinahe hätte es für Yannick Agnel bei den französischen Meisterschaften den nächsten Rückschlag gegeben. Über die 100m Freistil qualifizierte er sich in 49,64 Sekunden gerade so mit neun Hundertsteln Vorsprung auf Staffel-Europameister Gregory Mallet für das heutige Finale über die 100m Freistil.

Damit hat er auch weiterhin die Chance, sich einen Platz in der französischen 4x100m-Staffel für die Olympischen Spiele in Rio zu sichern. Vor vier Jahren in London war es Schlusschwimmer Agnel zu verdanken, dass sein Team die Goldmedaille holte. Doch in diesem Jahr scheint der Superstar weit entfernt von der Form der zurückliegenden Olympia-Saison.

Es wird nicht einfach, sich gegen seine Landsmänner im heutigen Finale durchzusetzen: Als Schnellster zog Clement Mignon in 48,49 Sekunden in den Endlauf ein. Auch Florent Manaudou (48,95) und Mehdy Metella (48,96) blieben unter der 49er-Marke. Für die direkte Olympia-Qualifikation muss im Finale iene Zeit von 48,13 Sekunden geschwommen werden.

Bereits am Mittwoch hatte Agnel bei den französischen Meisterschaften eine bittere Pille schlucken müssen. Obwohl er im Finale über die 200m Freistil allem Anschein nach als Zweiter angeschlagen hatte, führte ihn die offizielle Zeitnahme nur auf Platz drei. Das Kampfgericht bestätigte trotz Protesten aus Agnels Lager diese Entscheidung.

Mit dem zweiten Rang hätte Agnel, der die Olympianorm in jedem Fall deutlich verpasst hatte, zumindest noch die Chance gehabt, über eine Ausnahmeregelung des Verbandes einen Startplatz für die Olympischen Spiele in Rio zu erhalten.

Der 23-Jährige hatte 2012 in London Gold über diese Strecke geholt. Um doch noch eine Chance auf die Titelverteidigung zu haben, erwägen Agnel und sein Coach nun sogar bis vor den internationalen Sportgerichtshof CAS zu gehen.

Die wichtigsten Links zu den französischen Meisterschaften 2016:

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