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(30.07.2021) Ein letztes Mal stehen bei den Olympischen Spielen in Tokio die Vorläufe auf dem Programm. Es wird gesprintet, Ausdauer ist gefragt und zum Abschluss wird Teamgeist gefordert sein.

12:00 Uhr: 50m Freistil (m)

Auf den beiden Sprintstrecken sehen wir keine deutsche Flagge trotz international sehr reger Beteiligung. Bei den Herren stehen zehn Läufe auf der Matte. 

Im ersten sehen wir über die schnellste Freistilstrecke sogar noch 30er Zeiten. Diosado Eyanga aus Equatorial Guinea schlägt nach 31,01 Sekunden an. 

Jetzt sind wir schon bei 27,22 Sekunden. Charly Ndjoume aus Kamerun freut sich sichtlich über seine neue Bestzeit! Schöne Bilder zum Auftakt dieses Abschnitts! 

Die Flaggen in den ersten Läufen sind wieder sehr bunt. Die Flagge des Siegers des vierten Laufs ist gelb, blau und grün. Shane Cadogan aus St. Vincent die Grenadinen gewinnt in 24,71 Sekunden.

Nun schwimmt ein Mann aus Hannover. Alaa Maso, der hier für das Geflüchteten-Team antritt, schwimmt 23,30 Sekunden. Das ist Platz vier im fünften Lauf. 

22,29 Sekunden brauchte Andrej Barna aus Serbien. Das Toptalent David Popovici schwamm ebenfalls in dem Lauf. Überraschenderweise scheidet der Rumäne hier in 22,77 Sekunden sang- und klanglos aus.  

Der älteste Schwimmer des Feldes ist 37 Jahre alt. Die Schwimmlegende Brent Hayden aus Kanada schwimmt in 21,85 Sekunden auf Platz vier des Laufs. Erster wird Bruno Fratus aus Brasilien (21,67). 

Kristian Gkolomeev aus Griechenland ist schon sehr fix unterwegs. In 21,66 Sekunden gewinnt er vor dem Russen Kliment Kolesnikov (21,66) das Rennen. 

Caeleb Dressel schwimmt wieder in einer anderen Liga. Mit 21,32 Sekunden ist er die klare Nummer eins. Da kann auch Florent Manaudou aus Frankreich nichts machen. In 21,65 Sekunden kommt er als Zweiter an die Wand. Es dürfte im Finale wohl nur noch die Frage sein, wer rechts und links neben Dressel auf dem Siegerpodest steht. 

12:23 Uhr: 50m Freistil (w)

Der zweite Lauf der Damen ist in etwa so schnell wie der erste der Männer. Alphonsine Agahozo aus Ruanda schwimmt 30,50 Sekunden. 

Judith Meauri schwimmt 27,56 Sekunden. An dem Gesicht der Neu-Guinererin kann man abschätzen, dass das für sie eine gute Leistung war. Sie gewinnt den vierten Lauf. 

Die erste 25er Zeit fällt im sechsten Lauf. 25,36 Sekunden ist die Zeit von Anicka Delgado aus Equador, die das Becken mit einem Strahlen verlässt. 

Lidon Muñoz aus Spanien schwimmt die bisherige Bestzeit (25,10). Mit etwas Glück könnte das schon reichen für ein Halbfinale bei diesen Spielen. 

Nun starten die ersten wirklichen Schwergewichte des Schwimmsports. Heute Nacht gewann Cate Campbell die Bronzemedaille. Nun schwimmt sie in 24,15 Sekunden zu Rang zwei im Lauf. Die Dänin Pernille Blume war noch einen kleinen Tick schneller (24,12). 

Und die Dame, die heute Morgen schon Campbell besiegte, schwimmt nun Olympiarekord. In 24,02 Sekunden bleibt sie nur knapp über der 24er Marke. 

Sarah Sjöström war knapp langsamer als die schnellsten Damen der letzten Läufe. In 24,26 Sekunden sichert sie sich aber den letzten Lauf. Das reicht insgesamt zu Rang vier. 

Für das Halbfinale musste man bzw. Frau 24,77 Sekunden schwimmen.  

 

12:48 Uhr: 1500m Freistil (m) - mit Lukas Märtens und Florian Wellbrock

Von einem Extrem ins andere. Von der kürzesten Strecke kommen wir nun zur längsten Strecke, die man im Wettkampfbecken schwimmt. Vier Läufe werden hier geschwommen und schon im dritten kann Florian die Grundlage für seine erste Olympia-Medaille legen. Sein Magdeburger Teamkollege Lukas Märtens schwimmt einen Lauf danach.  

Der erste Kilometer des ersten Laufs ist geschwommen. Sehr souverän unterwegs ist dabei der Ire Daniel Wiffen. Der 20-jährige Mann aus Dublin wird hier nicht das Finale im Blick haben. Aber in 10:05,40 Minuten ist er auf Bestzeit-Kurs und das ist, worum es ihm hier gehen wird. 

15:07,69 Minuten ist die Endzeit von Daniel Wiffen. Das ist der Lauf-Sieg und persönliche Bestzeit – Ziel erreicht. 

Der Österreicher Felix Auböck ist im Wasser. Von Randbahn 8 hat er Neill Thomas aus Australien und Gergely Gyurta aus Ungarn auf den Mittelbahnen im Blick.

Kirill Martynychev aus Russland fliegt das Rennen als erster an auf 700m. 6:54,54 Minuten ist die Zwischenzeit. Das ist ein Schnitt von knapp unter einer Minute. Felix Auböck ist auf Rang zwei. Er pegelt sich nun bei hohen 29er Zeiten ein. Eine Zeit von unter 15 Minuten sollte damit auf jeden Fall drin sein. 

Felix Auböck ist aber nun dran an Martynychev. Die beiden liegen nach 1250m nur eine halbe Sekunde von einander entfernt. 

Auböck jetzt vorn! Noch 100m.

Stark! 14:51,88 Minuten ist die mega starke Bestzeit von Felix Auböck! Er bezwingt den Russen Kirill Martynychev (14:52,66) auf den letzten Metern. Das ist das erste mal unter 15 Minuten für den Bad Voslauer. Mal sehen, ob das fürs Finale reicht. 

Nun Wellbrock! 

Die ersten 300m sind gezeichnet von passiven Schmerz, den ich jetzt schon empfinde. Der Brite Daniel Jervis ist ein bisschen schnell mit 2:53,21 Minuten. Das kann weh tun am Ende. Wellbrock aber sicher auf Position zwei. 

Nun macht Wellbrock den Lionel Messi und geht spielerisch am Gegner vorbei. Er ist nun nach 600m der Spielmacher des Rennens (5:53,32). Das sieht souverän aus beim Weltmeister. 

Florian Wellbrock schwimmt wie ein Uhrwerk hohe 29er Zeiten. Das hat er in etwa auf eine tiefe 14:40er Zeit eingestellt. 

Der Schützling von Bernd Berkahn und Norbert Warnatzsch muss nicht voll aufs Gas drücken in diesem Rennen. Er ist sicher in Führung nach 1300m (12:49,73). 

14:48,53 Minuten ist seine Endzeit. Das ist sicher, das ist cool und das ist die schnellste Zeit dieser Vorläufe bisher. 

Daniel Jervis hat sich überraschend gut gehalten. Das entspannt meine Nerven sehr. Die Zeit des Briten am Ende: 14:50,22 Minuten. 

Die oben erwähnten Trainer können gleich stehen bleiben, denn Wellbrocks Teamkollege aus Magdeburg, Lukas Märtens, schwimmt nun auf Bahn zwei. 

Nach 300m liegt der Olympiasieger über die 800m, Robert Finke, vorn (2:55,29). 

Gregorio Paltrinieri und Mykhailo Romanchuk sind ebenfalls mit von der Partie in diesem Rennen. Sie liegen derzeit an Position zwei und drei. 

Aktuell sieht es für Märtens nicht ganz so gut aus. Mit seinen 30er Zeiten wird er vielleicht knapp unter der 15er Marke ankommen. Das würde dann nicht reichen fürs Finale. 

Es sind 850m geschwommen. Finke liegt in Führung. Märtens ist dahinter recht abgeschlagen auf Rang fünf. 

10:00,45 Minuten ist die 1000m-Zwischenzeit von Märtens. Das sieht ganz so aus, als ob wir am Ende wohl eine "15" vorn stehen haben, an seiner Gesamtzeit. 

Robert Finke und Mykhailo Romanchuk sind aktuell etwas schneller unterwegs als Florian Wellbrock. Der Italiener Paltrinieri schwimmt nach 1300m etwa zwei bis drei Längen dahinter. 

Der Lauf ist in der Tat etwas schneller. Mykhailo Romanchuk aus der Ukraine schwimmt 14:45,99 Minuten. Auch Robert Finke ist noch schneller als Wellbrock (14:47,20). Somit ist Florian als Dritter sicher im Finale. 

Für Märtens hat es noch gereicht, für die Zeit unter 15 Minuten! Mit einer 27,73 auf der letzten Bahn erkämpft sich das junge Talent noch eine ordentliche Zeit von 14:59,45 Minuten. Das ist zwar kein Finale aber das war hier auch nicht das ultimative Ziel für ihn. 

 

13:57 Uhr: 4x100m Lagen (w) - mit Laura Riedemann, Anna Elendt, Lisa Höpink, Annika Bruhn

Laura Riedemann ist im Wasser. 

Ihre Zeit von 1:00,45 Minuten ist etwas schneller als im Einzelrennen. Das ist Rang zwei. 

Anna Elendt zeigt eine starke Leistung! 1:06,17 Minuten ist sehr beachtlich auf der Bruststrecke und der fünfte Rang bisher.

Lisa Höpink schwimmt 58,87 Sekunden auf Schmetterling. Das könnte etwas zu langsam gewesen sein.  

Annika Bruhn ist auch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Die Schlussschwimmerin der deutschen Lagenstaffel schwimmt 54,67 Sekunden. Sie war in der Mixed Staffel schon unter 54 Sekunden.

Die Gesamtzeit von 4:00,16 Minuten ist zu langsam fürs Finale. Das ist Platz sechs bisher und es kommt noch ein Lauf. 

Australiens Damen kommen mit einer B-Besetzung als Erste an die Anschlagmatte (3:55,39). 

Nun die US-Damen, die im zweiten Lauf als klare Favoriten an den Start gehen. 

Sie liegen nach der Schmetterling-Distanz auch vorn (3:02,35).  

3:55,17 Minuten ist die Endzeit der Kanadierinnen, die sich am Anschlag knapp an den US-Damen (3:55,18) vorbei schummeln. Jedoch sind die kanadischen Frauen um Taylor Ruck und Maggie Macneil schon fast in Bestbesetzung geschwommen. 

Deutschland landet am Ende auf dem elften Rang.  

 

14:10 Uhr: 4x100m Lagen (m) - mit Marek Ulrich, Lucas Matzerath, Marius Kusch, Damian Wierling

Die deutschen Herren können sich noch den ersten Lauf anschauen. Dieser ist nun im Wasser. 

Die Italiener schwimmen schon in Bestbesetzung. Sie liegen auf Position eins aktuell. 

Italien schwimmt 3:30,02 Minuten und damit sicher auf Rang eins. Die Chinesen schwimmen auf Platz zwei (3:32,72) vor Australiens Sprinter-Herren (3:32,08). 

Jetzt darf keiner der DSV-Jungs patzen. Marek Ulrich schwimmt an auf der Rückendistanz. 

26,12 Minuten und Rang fünf nach 50m.

54,52 Sekunden ist etwas zu langsam von Marek. Rang sieben für Team Deutschland. Nun Lucas Matzerath. 

Der Brust-Spezialist der Deutschen bringt sein Team in 58,70 Sekunden wieder ins Rennen. 

Nun Marius Kusch. Dieser schwimmt mit 52,38 Sekunden unter seinen Möglichkeiten. Das ist Position fünf. 

Auch Damian Wierling kann daran nichts mehr ändern. In 48,48 Sekunden schwimmt er sein Team nach Hause. Im wahrsten Sinne, denn das wird nicht reichen für das Finale. 

Die Endzeit reicht mit 3:34,08 Minuten wie bei den Damen nur zu Platz elf. Fürs Finale hätten die vier Jungs knapp zwei Sekunden von ihrer Zeit abzwacken müssen. Das ist nämlich mit 3:32,62 Minuten zu.  

Einen Finalplatz konnten die deutschen Schwimmer heute verbuchen. Die Staffeln bleiben leider wenig erfolgreich hier in Tokio. Aus dieser Olymia-Live-Schalte möchte ich mich wie die Vorlaufschnellsten Staffel-Herren verabschieden: Ciao!

 

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Bild: Christian Gold