Am vergangenen Wochenende gingen in Schottland im Rahmen des Edinburgh International Swim Meets zahlreiche britische Topstars an den Start und stellten ihre vielversprechende Form in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Allen voran begeisterte Freya Colbert mit einem historischen Rekord, aber auch Angharad Evans – Konkurrentin von Weltmeisterin Anna Elendt auf den Bruststrecken – setzte ein Achtungszeichen.
In 1:54,98 Minuten blieb Freya Colbert über die 200m Freistil als erste Britin überhaupt unter der 1:55er Schallmauer und unterbot so ihre eigene nationale Bestmarke um entscheidende acht Hundertstelsekunden. Bei den Weltmeisterschaften war die 22-jährige Hoffnungsträgerin als Vierte nur knapp an den Medaillen vorbeigeschrammt. Und auch über die 400m Freistil präsentierte sich Colbert in starker Form und stellte in 4:06,16 Minuten eine weitere persönliche Bestzeit auf. Ihre Vielseitigkeit unterstrich sie zudem über die 200m Lagen, wo sie in 2:10,48 Minuten souverän zum Sieg schwamm.
Zahlreiche Augen waren am Wochenende auch auf Adam Peaty gerichtet, der seinen ersten Wettkampf auf der Langbahn seit den Olympischen Spielen von Paris bestritt. Über die 100m Brust musste sich der dreifache Olympiasieger in 1:00,74 Minuten knapp mit Rang vier begnügen. Den Sieg schnappte sich der Juniorenweltmeister Filip Nowacki (1:00,26). Auf seiner vermeintlichen Paradestrecke den 50m Brust lief es für Peaty dann besser: In 27,36 Sekunden sprintete der Weltrekordhalter bei seinem Comeback zu Gold.
Auch bei den Damen waren die Bruststrecken von schnellen Zeiten geprägt. Hier präsentierte sich insbesondere Angharad Evans in herausragender Form und schwamm über die 100m Brust in 1:05,46 Minuten bis auf neun Hundertstel an ihren Britischen Rekord heran – zugleich die aktuell schnellste Zeit weltweit in diesem Jahr. Zum Vergleich: Weltmeisterin Anna Elendt war bei ihrem Goldtriumph in Singapur eine 1:05,19 Minuten geschwommen. Und auch über die 200m Brust stellte Evans in 2:22,31 Minuten eine neue Weltjahresbestzeit auf, die in Singapur für den Bronzerang gereicht hätte.
Für weitere starke Leistungen sorgte Matt Richards über die 200m Freistil, die der Olympiasieger in 1:46,81 Minuten für sich entschied. Und auch über die 50m Freistil (22,43) und 100m Freistil (48,66) zeigte Richards für den aktuellen Saisonzeitpunkt sehr solide Leistungen. Gleiches gilt für Duncan Scott, der über die 400m Lagen (4:15,94) schnell unterwegs war.
Der Wettkampf in Edinburgh galt für viele Aktive als Generalprobe für die Britischen Meisterschaften, die im April stattfinden. Dort geht es dann unter anderem auch um die Qualifikation für die diesjährigen Commonwealth Games, die im Vereinigten Königreich eine besonders hohe Bedeutung haben und neben den Europameisterschaften den Saisonhöhepunkt bilden werden.
Hier geht es zu den Ergebnissen: Results Edinburgh International Swim Meet 2026
Bild: European Aquatics