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(26.07.2021) Überzeugendes Olympia-Debüt von Isabel Gose: Nachdem sich die 19-jährige Magdeburgerin mit einem Deutschen Rekord (4:03,21) ins Finale der Spiele von Tokio geschwommen hatte, schlug sie im Endlauf in der Nacht zu Montag als Sechste an.

In 4:04,98 Minuten lieferte Gose das zweitschnellste Rennen ihrer Karriere ab und war sichtlich happy über ihren Auftritt in Tokio. „Ein wahnsinniges Gefühl", freute sich die mehrfache Junioren-Europameisterin. "Schon allein ins Finale zu kommen bei meinen ersten Olympischen Spielen, das war immer ein Traum und den konnte ich mir jetzt erfüllen. Dass es im Finale nicht ganz nochmal gereicht hat, ist natürlich schade. Aber über einen sechsten Platz kann ich glaube ich nicht meckern.“

Gose war Zeitzeugin eines historischen Finals: An der Spitze des Feldes musste die US-Starschwimmerin Katie Ledecky ihre erste Niederlage in einem Einzelrennen bei Olympischen Spielen einstecken.

Nachdem Ledecky lange Zeit das Tempo bestimmt hatte, schob sich auf den letzten 100m die Australierin Ariarne Titmus vorbei. Ledecky versuchte zwar dagegen zu halten, doch in 3:56,69 Sekunden schlug ihre 20-jährige Gegnerin am Ende recht souverän mit 0,67 Sekunden Vorsprung als Erste an und kam sogar bis auf 2,3 Zehntel an Ledeckys Weltrekord heran.

Für die Amerikanerin dürft es ein kleines Déjà-vu gewesen sein: Auch bei der WM 2019 musste sie sich Titmus geschlagen geben. Damals hatte Ledecky mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Diesmal musste sie sich in Top-Form geschlagen geben. Die Bronzemedaille hinter den beiden Top-Athletinnen ging an die Chinesin Li Bingjie in 4:01,08 Minuten. Beeindrucken konnte dahinter auch die Kanadierin Summer McIntosh. Mit erst 14 Jahren schwamm sie bei ihrem Nationalmannschaftsdebüt in 4:02,42 Minuten auf den vierten Platz.

Mehr zu den heutigen Finals gibt's hier: LIVE | Schwimmen bei Olympia 2021: Die Finals am Montag

Die Links zu den Olympischen Spielen 2021:

Bild rechts: IMAGO / AAP