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(24.07.2021) Das war ein Achtungszeichen und könnte dem ganzen deutschen Team Auftrieb geben: Henning Mühlleitner hat bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht nur souverän den Einzug ins Finale über die 400m Freistil geschafft, sondern dabei sogar die schnellste Zeit des gesamten Feldes abgeliefert.

In 3:43,67 Minuten pulverisierte der Neckarsulmer regelrecht seine persönliche Bestleistung. Im April hatte der 24-Jährige in 3:45,36 Minuten bereits bei der Olympia-Quali geglänzt und jetzt gezeigt, dass sogar noch mehr in im steckt. Im Olympiafinale von Tokio steigt er nun auf der Favoritenbahn vier auf den Block. Verständlich, dass Mühlleitner nach dem Blick auf die Anzeigetafel ein lautes "Nice!" ausstieß. In einem taktisch klugen Rennen ließ er sich nicht davon irritieren, dass der Litauer Danas Rapsys zur Hälfte noch auf Weltrekordtempo lag. Während Rapsys ausschied, kann sich Mühlleitner nun noch einmal beweisen.

Ein überzeugendes Debüt auf der internationalen Bühne legte auch Lukas Märtens hin. In 3:46,30 Minuten schwamm der junge Magdeburger zwar rund anderthalb Sekunden langsamer als bei der Qualifikation im April. Damit lieferte Märtens, der zuvor noch nie bei einer WM oder EM auf der Langbahn am Start war, aber die zweitbeste Leistung seiner Karriere ab. Damit kam er auf den zwölften Platz.

Zum Sprung ins Finale mussten 3:45,68 Minuten erbracht werden. Das gelang problemlos dem Österreicher Felix Auböck, der hinter Mühlleitner in 3:43,91 Minuten die zweitschnellste Leistung zeigte und einen neuen nationalen Rekord aufstellte. Pech hatte der 18-jährige Schweizer Antonio Djakovic, dem in 3:45,82 Minuten auf Rang neun nur wenige Hundertstel zum Weiterkommen fehlten. Auch er setzte damit aber einen Landesrekord.

Das Geschehen der weiteren Vorläufe könnt ihr in unserem Olympia-Liveticker verfolgen: LIVE | Schwimmen bei Olympia 2021: Die Vorläufe am Samstag

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