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(16.04.2021) Vielversprechender Auftakt des Olympia-Qualifikationswettkampfes in Berlin: Über die 100m Brust knackt Lucas Matzerath schon im Vorlauf die Norm für Tokio (mehr dazu: Lucas Matzerath knackt Olympianorm im Vorlauf!). Auch in den weiteren Events ging es am Morgen in der Bundeshauptstadt heiß her.

Ein spannendes Finale können wir so zum Beispiel über die 100m Rücken der Herren erwarten. Mit Marek Ulrich (53,75) und Ole Braunschweig (53,88) kratzten hier gleich zwei Schwimmer schon im Vorlauf an der Olympianorm. Gerade einmal fünf Hundertstel fehlten beim Leipziger Marek Ulrich, der aktuell in 54,27 Sekunden an der Spitze des Rankings für die Olympia-Lagenstaffel sitzt. Dafür zählen nur Finalleistungen, Ulrich ist also heute Nachmittag der Gejagte.

Auch in den weiteren Events des Finalabschnitts geht es um Staffeltickets. Über die 200m Freistil müssen die Herren zudem dafür sorgen, dass die 4x200m-Staffel die Olympianorm knackt. Mit den Zeiten vom Vorlauf waren sie da schon nah dran, doch für die Staffeln zählen wie erwähnt nur Finalleistungen. Besonders schnell war am Morgen in Berlin der Magdeburger Youngster Lukas Märtens. Über die 400 und 1500m Freistil blieb er bereits in der vergangenen Woche unter den Olympianormen. Heute kam er im Vorlauf über die 200m in 1:46,96 Minuten bis auf 26 Hundertstel an die Qualifikationszeit für Tokio heran. Saisonbestleistungen kamen auch von Jacob Heidtmann (1:47,00) und Henning Mühlleitner (1:47,77). Auch Poul Zellmann blieb in 1:48,63 Minuten erneut unter 1:49 Minuten.

Bei den Damen ist die deutsche 4x200m-Staffel bereits sicher für Tokio qualifiziert. Hier geht es nun noch um die Besetzung. Aktuell liegen Annika Bruhn (1:57,37), Marie Pietruschka (1:58,33), Reva Foos (1:59,26) und Leonie Kullmann (1:59,30) auf Kurs. In den Vorläufen von Berlin zeigte Leonie Kullmann, dass sie in 1:58,73 Minuten noch mehr drauf hat. Isabel Gose deutete in 1:59,31 Minuten an, dass auch sie sich ins Staffelranking schieben kann und mit Marie Pietruschka (1:59,84) blieb eine dritte Athletin im Vorlauf schon unter zwei Minuten. Spannend wird auch, ob Annika Bruhn am Nachmittag erneut die Einzelnorm von 1:57,20 Minuten attackieren kann. In Eindhoven fehlten ihr in der zurückliegenden Woche nur 17 Hundertstel zu dieser Marke.

Über die 100m Brust hat Anna Elendt im Vorlauf stark vorgelegt. Die in den USA trainierende Frankfurterin kam in 1:07,65 Minuten schon nah an ihre Bestleistung heran. Die Olympianorm über diese Strecke steht bei 1:07,00 Minuten, dazu müsste sogar Deutscher Rekord geschwommen werden. Auch in diesem Event geht es um einen Staffelplatz: Aktuell liegt Jessica Steiger (Vorlauf: 1:09,88) auf der Position der Brustschwimmerin für die Lagenstaffel. Sie ist im Finale ebenso dabei wie Youngster Kim Herkle (1:10,34) und die Neckarsulmerin Bente Fischer (1:09,45).

Bereits sicher für Tokio qualifiziert sind Laura Riedemann über die 100m Rücken und Marius Kusch über die 100m Schmetterling. Für beide geht es nun am Nachmittag darum, auch die Plätze in den Lagenstaffeln abzusichern. Während Riedemann hier recht fest auf Rang eins sitzt und in 1:00,04 Minuten im Vorlauf ihre gute Form andeutete, muss Kusch noch den in Berlin nicht startenden Philip Heintz verdrängen. Der Heidelberger war bisher in 52,42 Sekunden schnellster Schmetterlingschwimmer in einem Quali-Finale. Kusch konnte da heute im Vorlauf in 52,23 Sekunden bereits schneller sein, muss dies nun aber noch im Finale bestätigen.

Bei den Damen war Lisa Höpink in 59,39 Sekunden am Morgen die Schnellste über die 100m Schmetterling. Sie hofft darauf, im Finale noch Angelina Köhler vom Platz der Schmetterlingschwimmerin in der Lagenstaffel zu verdrängen. Die Hannoveranerin ist in Berlin heute nicht dabei, weil sie am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Da ein erneuter Test tags darauf aber negativ ausfiel, laufen wohl hinter den Kulissen Bemühungen, Angelina Köhler in einem Rennen allein gegen die Uhr am Sonntag doch noch die Chance zu geben, sich zu beweisen. Es bleibt aber abzuwarten, ob es dazu kommt. Sollte heute keiner schneller sein als Köhlers Leistung von 58,63 Sekunden, müsste man die WM-Teilnehmerin nicht erneut schwimmen lassen.

Die kompletten Vorläufe könnt ihr euch hier noch einmal als Video anschauen: Olympia-Qualifikation LIVE: Die Vorläufe am Freitag | Inkl. LIVESTREAM

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