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(25.06.2011) Während sich Steffen Deibler bereits am Vormittag bei den Paris Open über die geknackte WM-Norm freuen konnte, verpasste Marco Koch seine wohl letzte Chance um sich noch in das deutsche WM-Team zu schwimmen. Dorothea Brandt konnte die 50m Freistil für sich entscheiden. Insgesamt gab es am ersten Tag des hochkarätig besetzten Meetings neun Medaillen für die deutschen Schwimmer.

 

Chance verpasst für Marco Koch. In 2:13,73 Minuten schwamm er über die 200m Brust im Finale der Paris Open auf Platz zwei und verfehlte die WM-Norm damit um mehr als zwei Sekunden und dürfte sich nun kaum mehr Hoffnungen darauf machen, im deutschen WM-Team dabei zu sein, zumal mit Christian vom Lehn bereits ein DSV-Athlet die Norm geknackt hatte.  Nach seinem verletzungsbedingten Verzicht auf den Finalstart bei den Deutschen Meisterschaften hatte der Verband Koch bei den Paris Open eine zweite Chance eingeräumt um die WM-Norm zu knacken.

Deibler mit WM-Norm am Vormittag

Steffen Deibler, der in Berlin nur knapp über den Normen blieb, nutzte seine Chance. Bereits im Vorlauf hatte er in 23,34 Sekunden die WM-Norm um eine Hundertstel unterboten und damit auch einen neuen Deutschen Rekord aufgestellt. Im Finale am Nachmittag schwamm er in 23,42 Sekunden auf Platz drei. Der Sieg ging an den Brasilianer Cesar Cielo, der in 22,98 Sekunden neue Weltjahresbestzeit schwamm und als erste Athlet in diesem Jahr unter der Marke von 23 Sekunden blieb. Silber ging an seinen Landsmann Nicholas Santos. In 23,20 Sekunden schwamm dieser die zweitschnellste Zeit des Jahres. Cielo holte sich später auch den Sieg über die 100m Freistil und blieb in 48,26 Sekunden nur zwei Hundertstel über der Weltjahresbestzeit von Marco di Carli. Markus Deibler kam hier in 49,31 Sekunden auf Platz 6.

Sieben weitere Medaillen für die deutschen Schwimmer

Für ein weiteres Highlight aus DSV-Sicht konnte Dorothea Brandt sorgen. Die Berlinerin entschied die 50m Freistil in 24,81 Sekunden für sich.
Zwei weitere Podestplätze für das deutsche Team gab es über die 100m Brust der Damen. Hier schwamm Caroline Ruhnau in 1:08,67 Minuten zu Silber. Sarah Poewe schlug sieben Hundertstel später als Dritte an. Den Sieg holte sch die US-Amerikanerin Annie Chandler in 1:07,81 Minuten. Laura Simon kam in 1:10,13 Minuten auf Platz sechs.
Zweimal Silber gab es für Jenny Mensing. Sie kam über die 50m Rücken in 28,31 Sekunden auf Platz zwei. Schneller war hier nur die Australierin Sophie Edington in 28,01 Sekunden. Später wurde Mensing auch über die 200m Rücken in 2:11,47 Minuten Zweite. Hier musste sie sich der Französin Alexianne Castel um 16 Hundertstel geschlagen geben.
Über die 200m Freistil schwamm auch Silke Lippok zu Silber. In 1:57,98 Minuten musste sie sich nur der Lokalmatadorin Camille Muffat (1:56,14) den Vortritt lassen. Sina Sutter schwamm über die 100m Schmetterling beim Sieg der Brasilianerin Daynara de Paula (58,84) in 59,65 Sekunden zu Bronze.

Feldwehr schwimmt an Edelmetall vorbei

Hendrik Feldwehr verfehlte über die 50m Brust als Vierter in 27,79 Sekunden das Podium. Der Sieg ging hier an den Franzosen Giacomo Perez Dortona, der in 27,38 Sekunden die viertschnellste Zeit des Jahres schwamm und sich in der Weltrangliste damit direkt hinter Feldwehr (27,34) einreiht.
Über die 400m Lagen kam Morten Ahme (4:27,23) auf Rang sechs. Jan David Schepers (4:28,96) wurde Siebter.

Greevers und Agnel mit schnellen Zeiten

Der US-Amerikaner Matthew Greevers konnte die 100m Rücken in 53,35 Sekunden für sich entscheiden und damit die drittschnellste Zeit des Jahres schwimmen. Dem Spitzenreiter der Weltrangliste, Camille Lacourt, blieb in 53,52 Sekunden nur Platz zwei.
Biedermann-Konkurrent Yannick Agnel schwamm über die 400m Freistil zum Sieg. In 3:45,31 Minuten blieb er zwar deutlich über seiner Saisonbestleistung (3:43,85) – trotzdem ist dies insgesamt die fünftschnellste Zeit des Jahres. Zuletzt hatte Agnel aufgrund einer Verletzungspause, die ihn im Training zurückwarf, angekündigt bei der Weltmeisterschaft in Shanghai auf die 400m Freistil verzichten zu wollen. Nach dieser Leistung könnte man ihn möglicherweise doch über diese Distanz um WM-Medaillen schwimmen sehen.