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(05.07.2011) Ab morgen steht in Belgrad (Serbien) der Höhepunkt für die Nachwuchsschwimmer des Kontinents auf dem Plan. Bei den Junioren-Europameisterschaften schwimmen bis zum 10. Juli auch 33 Athleten aus den Reihen des DSV gegen die europäische Konkurrenz. Bei den Titelkämpfen in Helsinki 2010 konnte der deutsche Nachwuchs 14 Medaillen holen. Auch in diesem Jahr hat der DSV einige heiße Eisen im Feuer.

 

Mit sieben Gold, drei Silber- und vier Bronzemedaillen belegte die DSV-Mannschaft im vergangenen Jahr den den zweiten Rang im Medaillenspiegel hinter der Ukraine. Damals sorgten vor allem die Mädels um Silke Lippok für Edelmetall. Mittlerweile ist die Pforzheimerin dem Juniorenalter entwachsen und andere müssen in ihre Fußstapfen treten. Bei den Damen kann sich so zum Beispiel Paula Beyer (1995) Hoffnungen machen. Im vergangenen Jahr hatte sie als jüngerer der beiden JEM-Jahrgänge über die 200m Schmetterling und Rücken bereits das Finale erreicht. In diesem Jahr zählt sie zu den Medaillenkandidatinnen. Dies gilt auch für Alexandra Wenk (1995), die über die 100m Schmetterling als Schnellste laut Meldung in den Wettkampf geht. Auch über die 200m Lagen dürfte die Münchnerin ein Wort mitreden können. Mit Elena Czeschner steht zudem bereits eine vielversprechende Athletin des Jahrgangs 1996 in den Startlöchern.

Eine Säule im deutschen Team waren im vergangenen Jahr die Staffel-Mädels. Die deutschen Damen waren in Helsinki im Team nicht zu schlagen, alle drei Staffeln schwammen auf Platz eins.

Diener hat Titelverteidigung im Blick

Bei den männlichen Startern ruhen die Hoffnungen unter anderem auf Christian Diener. Der Cottbuser reist über die 50m Rücken als Titelverteidiger nach Serbien und gilt auch in diesem Jahr als heißer Anwärter auf Gold. Auch über die 100m und 200m zählt er zu den Medaillenkandidaten. Auch Max Claussen sollte über diese Distanzen nicht aus den Augen gelassen werden.
Neben Christian Diener konnte in Helsinki nur Christian vom Lehn eine Einzelmedaille bei den Jungen holen. Der Brustspezialist wird den DSV in diesem Jahr bei der WM in Shanghai vertreten. Seine Stellung über die Brustdistanzen könnte bei der JEM Bastian Vollmer einnehmen.
In den Staffeln konnten 2010 lediglich das 4x100m Freistilteam mit Edelmetall glänzen und auch in diesem Jahr dürften hier gute Chancen auf einen Podestplatz bestehen. Gleiches gilt das Lagen-Quartett.

Wer wird “der neue” Yannick Agnel?

Aus internationaler Sicht dürfte die interessanteste Frage darin bestehen, wer in die Fußstapfen von Yannick Agnel tritt und in diesem Jahr zum “Star” der Titelkämpfe wird. Der Franzose hatte 2010 mit dem Titelhattrick über die 100, 200 und 400m Freistil glänzen können und dabei zwei Junioren-Europarekorde gebrochen. Bei der diesjährigen JEM-Auflage könnte der Ungar Bence Biczo seine Rolle einnehmen. Der Titelverteidiger über die 200m Schmetterling liegt über seine Paradestrecke derzeit auf Platz zwei der Weltrangliste noch deutlich vor US-Star Michael Phelps.
Über die langen Freistilstrecken konnte der Italiener Gregorio Paltrinieri (1994) bereits mit starken Zeiten überzeugen und dürfte auch in Belgrad für Topleistungen in Frage kommen.