13. Dezember 2024

Es ist der erste WM-Titel ihrer bisherigen Karriere! Über die 1500m Freistil kürte sich Isabel Gose am Freitag bei der Kurzbahn-WM in Budapest eindrucksvoll zur neuen Weltmeisterin. 

Die erste Goldmedaille bei Weltmeisterschaften ist für Isabel Gose die Krönung eines unglaublich erfolgreichen Wettkampfjahres - drei Medaillen bei der Weltmeisterschaft Anfang des Jahres, gefolgt von Olympiabronze und nun zwei Medaillen bei den laufenden Titelkämpfen. Die 22-jährige Magdeburgerin schwamm das Rennen engagiert von vorne und ließ der Konkurrenz um ihre Dauerrivalin Simona Quadarella in 15:24,69 Minuten kaum eine Chance. Die Italienerin verlor insbesondere auf der zweiten Rennhälfte den Anschluss zu Gose und musst sich in 15:30,14 Minuten schlussendlich mit Silber zufrieden geben. Komplettiert wurde das Podest von der US-Amerikanerin Jillian Cox, die bereits am Vormittag in 15:41,29 Minuten eine starke Zeit vorgelegt hatte, die am Ende mit der Bronzemedaille belohnt wurde. 

Der Rest des Abends lag ganz im Zeichen der US-amerikanischen Damen, die sensationelle vier neue Weltrekord in das Budapester Becken zauberten. Gleich zwei davon gingen erneut auf das Konto von Gretchen Walsh und das innerhalb von gerade einmal 25 Minuten. Nachdem Walsh bereits im Vorlauf über die 100m Schmetterling die bisherige Bestmarke förmlich pulverisiert hatte, setzte sie im Halbfinale noch einen oben drauf und schmetterte in 52,87 Sekunden als erste Schwimmerin nicht nur unter 54, sondern direkt unter 53 Sekunden. Im Laufe des Tages verbesserte die Vizeolympiasiegerin auf dieser Strecke die Rekordzeit beinahe um 1,2 Sekunden. 

Videotipp

Trotz ihres straffen Wettkampfprogramms und der fleißigen Rekordjagd zeigte Gretchen Walsh auch im darauffolgenden Finale über die 100m Lagen keinerlei Erschöpfungserscheinungen und schwamm nicht nur zu ihrer dritten Einzelgoldmedaille in dieser Woche, sondern in 55,11 Sekunden auch zu Weltrekord Nummer Sechs. Damit steigerte sie ihre eigene Bestmarke von gestern nochmals um beeindruckende sechs Zehntelsekunden. Dieser Ausnahmeleistung konnten auch Kate Douglass (56,49) und Beryl Gastaldello (56,67), beide bereits mehrfach mit Edelmetall dekoriert, nichts entgegensetzen. 

Doch auch Kate Douglass hatte zuvor bereits über einen neuen Weltrekord jubeln dürfen. Im Finale über die 200m Brust wurde die amerikanische Allrounderin ihrer Favoritenrolle souverän gerecht und trug sich in 2:12,50 Minuten - ebenfalls nicht zum ersten Mal in dieser Woche - in die Rekordbücher ein. Silber sicherte sich dahinter die unter neutraler Flagge startende Evgeniia Chikunova (2:15,14) gefolgt von Alex Walsh (2:16,83), die sich ebenso wie ihre Schwester als fleißige Medaillensammlerin präsentiert. 

Den vierten Weltrekord der US-Ladies machte Regan Smith perfekt, die über die 50m Rücken in 25,23 Sekunden nicht zu schlagen war. Wie schon über die doppelte Distanz war das Treppchen ausschließlich in nordamerikanischer Hand: Katharine Berkhoff sprintete in 25,61 Sekunden erneut zu Silber und die Bronzemedaille schnappte sich die Kanadierin Kylie Masse (25,78). 

Am Ende eines packenden Finalabschnittes, fehlte auch den deutschen Männern nicht viel zu einer Medaillen-Überraschung. Mehr dazu gibt es hier --> WELTMEISTERIN! Isabel Gose über die 1500m Freistil nicht zu schlagen

Die wichtigsten Links zur Kurzbahn-WM 2024:

Bild: Tino Henschel