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13. August 2022

(13.08.2022 | Bild: Christian Gold) Am Freitag hatte Isabel Gose mit Silber über die 800m Freistil vorgelegt, heute zog ihr Trainings- und Lebenspartner Lukas Märtens bei den Schwimm-Europameisterschaften in Rom nach. Auch er wurde über die 800m Freistil Vize-Europameister.

In einem packenden Rennen musste sich der Magdeburger in 7:42,65 Minuten nur dem italienischen Superstar Gregorio Paltrinieri geschlagen geben, der mit seiner Zeit von 7:40,86 Minuten einen neuen EM-Rekord aufstellte und beim Heimpublikum für tosenden Jubel sorgte.

Von Beginn an mischte Märtens mutig vorn mit. Nach 500m setzte sich Paltrinieri zwar zusehends ab, doch dahinter hielt Märtens Rang zwei, auch als auf den letzten Metern noch der zweite Italiener Lorenzo Galossi heranflog. Der gerade einmal 16-Jährige musste sich am Ende 7,2 Zehntel hinter Märtens zwar mit Bronze zufrieden geben, durfte aber in 7:43,37 Minuten einen neuen Junioren-Weltrekord feiern. Einen überzeugenden Auftritt legte auch Sven Schwarz hin, der in 7:47,36 Minuten nur wenige Zehntel über seiner Bestleistung blieb und damit EM-Fünfter wurde.

Das Glanzlicht aus internationaler Sicht setzte heute bei der EM der erst 17-jährige Rumäne David Popovici, der über die 100m Freistil einen neuen Weltrekord aufstellte. Mehr dazu gibt es hier: 46,86!!! David Popovici knackt den 100m-WELTREKORD

Einen Platz in den heutigen Finals hatte sich auch Zoe Vogelmann erkämpft. Über die 400m Lagen stand die 18-Jährige wie schon bei der EM im zurückliegenden Jahr erneut im Endlauf und schnappte sich hier in 4:49,38 Minuten im Anschlag den siebten Platz. An er Spitze des Feldes gab es einen ungarischen Doppelsieg - und das ohne Katinka Hosszu! Gold und Silber gingen stattdessen an ihre Teamkolleginnen Viktoraia Mihalyvari Farkas (4:37,56) und Zsuzsanna Jakabos (4:39,79). Hosszu hatte im Vorlauf das Weiterkommen verfehlt, da die anderen Ungarinnen im Feld schneller waren und pro Nation nur zwei Schwimmerinnen in die nächste Runde einziehen können. So verpasste die 33-Jährige heute die Chance auf ihre 98. internationale Medaille. Komplettiert wurde das Podest in 4:40,06 Minuten von der Britin Freya Colbert.

Die deutschen Damen der 4x100m Freistilstaffel durften sich heute ebenfalls in den Finals präsentieren und das sogar ohne Vorlauf. Da nur acht Nationen gemeldet waren, ging es direkt um die Medaillen. Mit deren Vergabe hatte das deutsche Quartett, bestehend aus Nele Schulze (55,49), Angelina Köhler (55,07), Josephine Tesch (57,28) und Chiara Klein (56,08), in 3:43,92 Minuten auf Rang acht jedoch nichts zu tun. Den Titel sicherte sich dank einer geschlossenen Teamleistung die Staffel aus Großbritannien (3:36,47), die am Ende auch den Vierer aus Schweden mit Superstar Sarah Sjöström (3:37,29) klar hinter sich ließen. Bronze ging an die Niederlande (3:37,59). 

Über die 50m Schmetterling schrieb Sarah Sjöström bereits zuvor mal wieder ein Stückchen Schwimmgeschichte. Die schnelle Schwedin sicherte sich in 24,96 Sekunden ihren fünften EM-Titel in Folge im Schmetterlingsprint. Den Kampf um Platz zwei hinter der Weltrekordhalterin entschied die Französin Marie Wattel in 25,33 Sekunden vor der Niederländerin Maaike de Waard (25,62) für sich.

Die Gastgebernation durfte am Samstag neben den 800m Freistil noch ein weiteres Mal über Gold jubeln. Im Finale über die 100m Brust der Damen setzte sich die Weltmeisterin Benedetta Pilato auch die EM-Krone auf. In 1:05.97 Minuten feierte sie sogar einen Doppelsieg mit ihrer Teamkollegin Lisa Angiolini (1:06,34), die auf den letzten Metern noch an Litauens Comeback-Schwimmerin Ruta Meilutyte (1.06,50) vorbeizog, der damit wie schon bei der WM im Juni nur Bronze blieb.

Den Auftakt der heutigen Medaillenjagd bei der EM hatten die Herren über die 200m Rücken bestritten. Der Franzose Yohann Ndoye Brouard ließ hier der Konkurrenz auf den letzten Metern keine Chance und schwamm in 1:55,62 Minuten zum Titel. Im Rennen um Silber hatte dahinter der Ungar Benedek Kovacs in 1:56,03 Minuten die Hand nur zwölf Hundertstel vor dem Briten Luke Greenbank an der Wand. Unglücklicher Vierter wurde drei Zehntel dahinter in 1:56,45 Minuten der Schweizer Roman Mityukov.

Am morgigen Sonntag greift Isabel Gose bei den Europameisterschaften erneut nach Edelmetall. Die Magdeburgerin schwamm heute über die 200m Freistil mit der zweitschnellsten Zeit des Feldes ins Finale. Mehr dazu gibt es in unserer Zusammenfassung der Halbfinals: Klar im Finale! Isabel Gose auch über 200m Freistil auf Medaillenkurs

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Die wichtigsten Links zur Schwimm-EM 2022: