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(24.07.2011) Guter Start der deutschen Beckenschwimmer in die Schwimm-WM 2011. Zum Auftakt holte sich Paul Biedermann über die 400m Freistil die Bronzemedaille. Später zogen auch die Damen über die 4x100m Freistil nach und schwammen ebenfalls auf Platz drei. Die Herren mussten sich hier mit Platz sieben zufrieden geben.

 

Die deutschen Schwimmer haben eine guten Start in die Schwimm-WM erwischt. Paul Biedermann hat sich über die 400m Freistil die Bronzemedaille geholt. In 3:44,14 Minuten musste sich der Titelverteidiger dem südkoreanischen Olympiasieger Tae-Hwan Park (3:42,04) und dem Chinesen Sun Yang (3:43,24) geschlagen geben. Wie gewohnt hatte es Biedermann ruhig angehen lassen. Noch bei 300m lag er an siebter Stelle. Auf den letzten 100m schwamm er sich dann nach vorn, musste sich auf den letzten 50m jedoch den beiden Asiaten geschlagen geben. “Ja, ich denke, das war das Maximum heute. Ich bin sehr zufrieden mit der Zeit und der Bronzemedaille”, so Biedermann nach dem Rennen.

Freistil-Mädels schwimmen zu Bronze

Über die 4x100m Freistil der Damen holte sich das deutsche Quartett die zweite Bronzemedaille für das DSV-Team am heutigen Tage. In 3:36,04 Minuten mussten sich Britta Steffen, Silke Lippok, Lisa Vitting und Daniela Schreiber den  niederländische Favoritinnen (3:33,96) und den US-Girls (3:34,47) geschlagen geben. Als Schlussschwimmerin des Oranje-Teams sorgte Femke Heemskerk mit einer Zwischenzeit von 52,4 Sekunden für ein Ausrufezeichen im Hinblick auf das Einzelrennen.

Bei den Herren schwammen Markus Deibler, Benjamin Starke, Christoph Fildebrandt und Marco di Carli in 3:15,11 Minuten auf Platz sieben. Der Sieg ging an das australische Quartett in 3:11,00 Minuten. Das favorisierte französische Team musste sich in 3:11,44 Minuten erneut mit Platz zwei begnügen. Die US-Mannschaft holte sich angeführt von Michael Phelps in 3:11,96 Minuten Bronze. Der Australier James Magnusson schwamm in 47,49 Sekunden als Startschwimmer neue Weltjahresbestzeit und die schnellste Zeit, die je ein Athlet ohne Hightech-Anzug ins Wasser brachte.

Pellegrini holt sich souverän Gold

Den Titel über die 400m Freistil der Damen holte sich Italo-Diva Federica Pellegrini souverän in 4:01,97 Minuten. Silber holte sich Rebecca Adlington aus Großbritannien in 4:04,01 Minuten und verwieß damit Camille Muffat aus Frankreich um fünf Hundertstel auf Platz drei.

Deibler im Finale – Feldwehr scheidet aus

Über die 50m Schmetterling qualifizierte sich Steffen Deibler in 23,39 Sekunden als Fünfter für den morgigen Endlauf. Die schnellste Zeit legte hier der Brasilianer Cesar Cielo in 23,19 Sekunden hin. Hendrik Feldwehr schied über die 100m Brust in 1:00,91 Minuten im Halbfinale aus. Bahn vier im Endlauf sicherte sich der Norweger Alexander Dale Oen, der in 59,37 Sekunden die schnellste Zeit ins Wasser brachte.

Vollmer mit Textil-Weltrekord

Im Halbfinale über die 100m Schetterling zog die US-Amerikanerin Dana Vollmer als Schnellste in den Endlauf ein. In 56,47 Sekunden stellte sie zudem einen neuen Textil-Weltrekord auf – nie war eine Frau über diese Distanz ohne die Unterstützung eines Hightech-Anzuges schneller.

In den Semifinals über die 200m Lagen der Damen schwamm die Australierin Stephanie Rice in 2:09,65 Minuten die schnellste Zeit.

Medaillenspiegel nach 4/40 Entscheidungen:

    Gold Silber Bronze Ges.
1 Italien 1     1
  Südkorea 1     1
  Niederlande 1     1
  Australien 1     1
5 USA   1 1 2
  Frankreich   1 1 2
7 Großbritannien   1   1
  China   1   1
9 Deutschland     2 2