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(30.07.2013) Die Fans im Palau Sant Jordi durften am dritten Tag der Schwimm-WM 2013 einen wahren Fabel-Weltrekord bejubeln. Über die 1500m Freistil schwamm US-Sternchen Katie Ledecky die bisherige Bestmarke in Grund und Boden. Außerdem gab es zwei Europarekorde. In den weiteren Finals des heutigen Tages setzten sich jeweils die Olympiasieger durch.


Bei den Olympischen Spielen in London schwammen sich die damals erst 15-jährigen Teenagerinnen Katie Ledecky und Ruta Meilutyte mit ihren Gold-Rennen in die Herzen der Schwimmsportfans. Nun, ein Jahr später legen beide bei der Schwimm-WM noch einmal nach und holen sich nicht nur Weltmeistertitel sondern schwimmen dabei gleich mal die Weltrekorde in Grund und Boden.

US-Youngster Katie Ledecky knackte am heutigen dritten Finaltag in einer Zeit von 15:36,53 Minuten über die 1500m Freistil den bis dahin ältesten noch bestehenden Langbahn-Weltrekord des Schwimmsports. Sie unterbot die alte, von ihrer Landsfrau Kate Ziegler gehaltene Bestmarke von 15:42,54 Minuten um satte sechs Sekunden.

Ledecky hatte sich mit der lange führenden Titelerteidigerin Lotte Friis ein packendes Rennen geliefert. Erst auf den letzten 200m zog Ledecky an der Dänin vorbei, die in 15:38,88 Minuten ebenfalls deutlich unter dem Weltrekord blieb und damit einen neuen Europarekord aufstellte. Bronze ging in 15:44,71 Minuten an die Neuseeländerin Lauren Boyle, die einen neuen Ozeanien-Rekord schwamm. Der alte Weltrekord von Kate Ziegler war die einzige Langbahn-Bestmarke, die noch aus der Zeit vor dem Beginn der Hightech-Ära im Jahr 2008 datierte. Der bisherige Europarekord wurde von der Italienerin Alessia Filippi noch im Hightech-Anzug schwimmend bei der WM 2009 aufgestellt.

Ergebnis des Finals über die 1500m Freistil der Damen bei der Schwimm-WM 2013:

Platz Schwimmer Land Zeit  
1 Katie Ledecky USA 15:36,53 WR
2 Lotte Friis Dänemark 15:38,88 ER
3 Lauren Boyle Neuseeland 15:44,71  
4 Mireia Belmonte Spanien 15:58,83  
5 Xu Danlu China 16:00,44  
6 Kristel Kobrich Chile 16:01,94  
7 Boglarka Kapas Ungarn 16:06,89  
8 Chloe Sutton USA 16:09,65  

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Ruta Meilutyte lässt dem Weltrekord WM-Gold folgen

Ruta Meilutyte hatte bereits im Halbfinale über die 100m Brust für den ersten Weltrekord dieser Weltmeisterschaften gesorgt. Im heutigen Endlauf folgte nun der erste WM-Titel für die 16-Jährige. In 1:04,42 Minuten blieb sie zwar sieben Hundertstel über der Bestmarke aus dem Halbfinale. Sie verwies damit jedoch locker die Russin Yuliya Yefimova um sechs Zehntel auf den zweiten Platz. Bronze ging an US-Star Jessica Hardy in 1:05,52 Minuten.

Ergebnis des Finals über die 100m Brust der Damen bei der Schwimm-WM 2013:

Platz Schwimmerin Land Zeit
1 Ruta Meilutyte Litauen 01:04,42
2 Yuliya Yefimova Russland 01:05,02
3 Jessica Hardy USA 01:05,52
4 Rikke Möller Pedersen Dänemark 01:05,93
5 Breeja Larson USA 01:06,74
6 Vikroriya Solnceva Ukraine 01:06,81
7 Marina Garzia Urzainqui Spanien 01:07,08
8 Jennie Johansson Schweden 01:07,41

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Agnel überrascht sich mit WM-Gold - Titelverteidiger Lochte geht leer aus

Für Jubel in der mit zahlreichen französischen Fans besetzten Halle hatte am Anfang des heutigen Finaltages Yannick Agnel gesorgt. Mit einem Start-Ziel-Sieg holte er sich in 1:44,20 Minuten den WM-Titel über die 200m Freistil. Für den Olympiasieger war dies die erste Einzelmedaille bei einer Schwimm-WM überhaupt. "Ich bin so glücklich. Mit solch einem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet", erklärte Agnel nach dem Rennen. Lange Zeit hatte er überlegt, die 200m Freistil bei der WM ganz weg zu lassen und sich erst wenige Wochen vorher endgültig entschieden diese zu schwimmen.

Überraschender Zweiter wurde US-Schwimmer Connor Dwyer, der in 1:45,32 Minuten den Russen Danila Izotov auf den dritten Platz verwies. Im engen Kampf um die Medaillen ging somit Titelverteidiger Ryan Lochte komplett leer aus. Er verpasste in 1:45,64 Minuten die Podestplätze um nur fünf Hundertstel. "Es war einfach nicht mein Abend. Aber ich muss das hinter mir lassen, denn ich hab hier noch einige Rennen zu schwimmen", erklärte Lochte nach dem Rennen.

Ergebnis des Finals über die 200m Freistil der Herren bei der Schwimm-WM 2013:

Platz Schwimmer Land Zeit
1 Yannick Agnel Frankreich 01:44,20
2 Conor Dwyer USA 01:45,32
3 Danila Izotov Russland 01:45,59
4 Ryan Lochte USA 01:45,64
5 Kosuke Hagino Japan 01:45,94
6 Robert Renwick Großbritannien 01:46,52
7 Cameron McEvoy Australien 01:46,63
8 Thomas Fraser-Holmes Australien 01:47,11

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Olympiasieger Franklin und Grevers holen WM-Titel über 100m Rücken

Auch in den weiteren Finals des heutigen Tages dominierten die Olympiasieger des vergangenen Jahres. Missy Franklin holte nach Gold in London auch den WM-Titel über die 100m Rücken. In 58,42 Sekunden verwies sie erneut die Australierin Emily Seebohm (59,06) souverän auf den zweiten Platz. Bronze holte sich die Japanerin Aya Terakawa in 59,23 Sekunden.

Ergebnis des Finals über die 100m Rücken der Damen bei der Schwimm-WM 2013:

Platz Schwimmerin Land Zeit
1 Missy Franklin USA 00:58,42
2 Emily Seebohm Australien 00:59,06
3 Aya Terakawa Japan 00:59,23
4 Elizabeth Pelton USA 00:59,45
5 Yuanhui Fu China 00:59,61
6 Simona Baumrtova Tsch. Republik 00:59,84
7 Daryna Zevina Ukraine 01:00,16
8 Belinda Hocking Australien 01:00,29

Bei den Herren gab es sogar einen Doppelsieg für die USA. Olympiasieger Matt Grevers holte sich in 52,93 Sekunden den Sieg vor seinem Landsmann David Plummer (53,12). Neun Hundertstel dahinter schlug Titelverteidiger Jeremy Stravius an. Camille Lacourt, der bei der WM 2011 zeitgleich mit Stravius Gold geholt hatte, musste sich in 53,51 Sekunden mit dem fünften Platz zufrieden geben.

Ergebnis des Finals über die 100m Rücken der Herren bei der Schwimm-WM 2013:

Platz Schwimmer Land Zeit
1 Matt Grevers USA 00:52,93
2 David Plummer USA 00:53,12
3 Jeremy Stravius Frankreich 00:53,21
4 Ryosuke Irie Japan 00:53,29
5 Camille Lacourt Frankreich 00:53,51
6 Ashley Delaney Australien 00:53,55
7 Kosuke Hagino Japan 00:53,93
8 Gareth Kean Neuseeland 00:54,25

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Slowene Dugonjic stellt Feldwehrs Europarekord ein

Einen weiteren Rekord gab es über die 50m Brust der Herren. Hier stellte der Slowene Damir Dugonjic in 26,83 Sekunden den von Hendrik Feldwehr bei der WM 2009 geschwommenen Europarekord ein. Der von vielen erwartete Weltrekord fiel jedoch nicht. Der Südafrikaner Cameron van der Burgh, der im Vorlauf bis auf elf Hundertstel an diesen herangeschwommen war, sorgte zwar erneut für die stärkste Leistung des Feldes. In 26,81 Sekunden war er jedoch drei Hundertstel langsamer als am Vormittag.

Pellegrini und le Clos mit Bestzeiten in den Halbfinals

Im Halbfinale über die 200m Freistil schwamm Titelverteidigerin Federica Pellegrini in 1:55,78 Minuten die schnellste Zeit des Feldes. Damit stellte die Italienerin unter Beweis, dass es eine gute Entscheidung war, doch über die 200m Freistil bei der Schwimm-WM zu starten. Ursprünglich hatte Pellegrini angekündigt, lediglich die 200m Rücken in Barcelona in Angriff nehmen zu wollen.
Die schnellste Zeit in den Halbläufen über die 200m Schmetterling brachte Olympiasieger Chad le Clos in 1:55,33 Minuten ins Becken.

USA bauen Führung im Medaillenspiegel aus

Im Medaillenspiegel konnten sich die USA an der Spitze durch die Titel von Ledecky, Franklin und Grevers absetzen. Agnel schwamm Frankreich durch seine Goldmedaille an Australien vorbei auf den zweiten Platz des Medallienspiegels

Medaillenspiegel nach 13 von 40 Entscheidungen:

  Team Gold Silber Bronze Gesamt
1 USA 5 4 3 12
2 Frankreich 2 - 2 4
3 Australien 1 4 - 5
4 Brasilien 1 - 1 2
5 China 1 - - 1
  Schweden 1 - - 1
  Ungarn 1 - - 1
  Litauen 1 - - 1
9 Russland - 1 2 3
10  Spanien  - 1  1 2
  Japan - 1 1 2
 12 Südafrika - 1 - 1
  Dänemark - 1 - 1
 14 Neuseeland - - 2 2
15 Niederlande - - 1 1

Die wichtigsten Links zur Schwimm-WM 2013:

 

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