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(07.03.2018) Bei den australischen Trials für die Commonwealth Games rockte Cate Campbell in der vergangenen Woche mit Zeiten von 52,37 Sekunden über die 100m und 23,79 Sekunden über die 50m Freistil das Becken. Obwohl sie schon lange zur absoluten Weltspitze gehört, überraschte sie sich selbst damit am meisten, wie sie nach den Wettkämpfen erzählte.

"Ich dachte, ich würde viel mehr Zeit brauchen, um wieder reinzukommen", so Campbell, die nach den für sie enttäuschenden Olympischen Spielen 2016 weitgehend pausierte und im vergangenen Jahr auf die Weltmeisterschaften in Budapest verzichtete. "Aber nach einer Weile erinnert sich dein Körper und ich mache das Ganze schon so lange, da habe ich eine gewisse Grundform, auf die ich zurückgreifen kann."

In Brasilien war die 25-Jährige als frisch gebackene Weltrekordhalterin über die 100m Freistil angereist, verfehlte aber über die kurzen beiden Freistildistanzen die Medaillen. Erst jetzt habe sie die Dämonen von Rio überwunden, so Campbell, die nun dank ihrer Leistungen bei den Trials auch zum ersten Mal öffentlich die Olympischen Spiele in Tokio ins Visier nimmt: "Das ermöglicht es mir, in die Zukunft zu blicken, mindestens bis 2020."

Danach könnte es durchaus weitergehen für sie: "Ich will da keine Grenze zehen." Die Auszeit und das gelungene Comeback stärken sichtlich das Selbstbewusstsein der Spitzensprinterin, die eine wichtige Erkenntnis aus den zurückliegenden Monaten mitnimmt. "Ich weiß jetzt, dass ich Pausen einlegen und mir Auszeiten abseits des Pools gönnen kann, um mental und physisch wieder Frische zu sammeln." Bei den Commonwealth Games in einem Monat (5.-10. April) kann sie diese neue Energie nun auch auf internationaler Bühne wieder ins Becken bringen.