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(21.05.2012) Solider Auftakt: Am ersten Tag der Europameisterschaften in Debrecen konnten Paul Biedermann und die 4x100m Freistildamen Gold holen. In den Halbfinals blieb Rückenspezialist Helge Meeuw unter der Olympianorm. Lediglich die Herren über die 4x100m Freistil enttäuschten etwas und kamen im Endlauf nur auf den vorletzten Platz.

 

Direkt im ersten Finale der Schwimm-EM in Debrecen (Ungarn) konnte Weltrekordhalter Paul Biedermann die 400m Freistil für sich entscheiden und damit für einen glanzvollen Start der DSV-Schwimmer sorgen. Dem Hallenser reichte eine Zeit von 3:47,84 Minuten um den Ungarn Gergo Kis (3:48,09) und Samuel Pizzetti aus Italien (3:48,66) auf die Plätze zu verweisen. “Ich bin viel zu verhalten angeschwommen, habe das nicht gemacht, was mein Trainer vorher mit mir besprochen hat”, so Biedermann nach dem Rennen.
Im Gegensatz zu den Titelkämpfen vor zwei Jahren ließ er sich zumindest nicht erneut kalt erwischen. Damals hatte der Franzose Yannick Agnel den als amtierenden Weltmeister angetretenen Biedermann bis zum Ende des Rennens hinter sich lassen können. Agnel konzentriert sich in diesem Jahr voll auf die Olympischen Spiele und verzichtete daher auf die Titelverteidigung.

Staffeln: Damen glänzen – Herren enttäuschen

Glänzen konnten auch die Damen über die 4x100m Freistil und ihren vor zwei Jahren errungenen Titel verteidigen. Britta Steffen, Silke Lippok, Lisa Vitting und Daniela Schreiber konnten in 3:37,98 Minuten die Teams aus Schweden (3:38,40) und Italien (3:39,84) hinter sich halten. Dabei konnte Daniela Schreiber als Schlussschwimmerin mit einer fliegenden Zeit von 53,37 Sekunden überzeugen.
Enttäuschend präsentierte sich hingegen das Team der Herren. In 3:17,55 Minuten kamen Christoph Fildebrandt, Markus Deibler, Dimitri Colupaev und Marco di Carli nur auf den siebten Platz. Der Sieg ging an das Quartett aus Frankreich (3:13,55) vor Italien (3:14,71) und Russland (3:15,13). Besonders Schlussschwimmer Marco di Carli blieb mit einer Zwischenzeit von 50,35 Sekunden hinter den Erwartungen zurück. Im Vorlauf war er noch fast anderthalb Sekunden schneller gewesen. Das gesamte Team war 7,3 Zehntel langsamer als im Vorlauf.

Meeuw knackt Olympianorm im Halbfinale

In den Halbfinals sorgte Helge Meeuw für die stärkste Leistung des Tages aus DSV-Sicht. In 53,80 Sekunden schwamm er die schnellste Zeit des Halbfinals und blieb damit um sieben Hundertstel unter der Olympianorm. Morgen wird er unter anderem auf den Weltmeister Jeremy Stravius aus Frankreich achten müssen, der sich nicht für London qualifiziert hat und sich somit voll auf die EM konzentrieren kann. Felix Wolf schied in 55,40 Sekunden als 14. aus.

Über die 200m Rücken schwamm Jenny Mensing in 2:09,49 Minuten die zweitschnellste Zeit. Nur die Französin Alexianne Castel war in 2:09,03 Minuten schneller. Marco Koch zog als Fünfter in 1:01,19 Minuten ins Finale über die 100m Brust ein. Für Christian vom Lehn war als Elfter in 1:01,50 Minuten. Über die 50m Schmetterling schieden Steffen Deibler (23,96) und Sina Sutter (27,02) jeweils als 13. aus.

Ungarischer Doppelsieg für Lagendamen

Im einzigen Finale ohne deutsche Beteiligung gab es einen Doppelsieg für die Hausherren. Katinka Hosszu entschied die 400m Lagen in 4:33,76 Minuten vor Zsuzsanna Jakbos (4:35,68) für sich. Bronze ging in 4:38,07 Minuten an die Tschechin Barbora Zavadova.