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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Schwimm-EM 2014 wird präsentiert von Speedo

(21.08.2014) Was für ein Tag bei den Schwimm-Europameisterschaften in Berlin! Marco Koch holte Gold über die 200m Brust und erlöste damit die sehnsüchtig auf einen Titel der DSV-Beckenschwimmer wartenden Fans. In den weiteren Finals machte Katinka Hosszu ihrem Spitznamen als "Iron Lady" alle Ehren.


Da ist sie endlich, die erste Goldmedaille für die deutschen Beckenschwimmer bei der "EM daheim" in Berlin. Unter dem Jubel des Publikums im Berliner Velodrom schwamm Marco Koch zum EM-Titel über die 200m Brust und stellte dabei in 2:07,43 Minuten einen neuen deutschen Rekord auf.

"Nach der letzten Wende hab ich noch einmal kurz nach meinen Gegnern geschaut und gesehen, dass sie mich nicht mehr schnappen können", so der neue Europameister, der den britischen Commonwealth Champion Ross Murdoch (2:07,77) und Giedrius Titenis (2:08,93) aus Litauen auf die weiteren Podestplätze verwies.

Mit Nic Graesser hatte heute ein weiterer deutsche Schwimmer leise Hoffnungen auf eine Medaillenüberraschung. Über die 50m Rücken fehlte dem 20-Jährigen jedoch das nötige Quäntchen Glück. In einem spannenden Finale schlug er in 25,02 Sekunden als Vierter an und verpasste die Medaillenplätze nur um zwei Hundertstelsekunden. Diese gingen an den Russen Vladimir Morozov (24,64), den Franzosen Jeremy Stravius (24,84) und Christopher Walker-Hebborn (25,00) aus Großbritannien.

In den weiteren Finals des heutigen Tages gaben die weiblichen Eurostars den Ton an. Gleich zwei Goldmedaillen gab es für Katinka Hosszu, die ihrem Ruf als "Iron Lady" alle Ehre machte. Zunächst schnappte sie sich in 2:08,11 Minuten ihren dritten EM-Titel in Folge über die 200m Lagen. Die weiteren Medaillen gingen hier an die Britin Aimee Willmott (2:11,44) sowie Lisa Zaiser (2:12,17), die für Jubel beim österreichischen Team sorgte.

Später war Hosszu auch über die 100m Rücken im Einsatz, für sie eigentlich eine Nebenstrecke. Doch sie hielt nicht nur mit den Spezialistinnen mit, sondern schwamm in 59,63 Sekunden zeitgleich mit der jungen Dänin Mie Nielsen auch hier zum EM-Titel. Auf den dritten Platz kam die Britin Georgia Davies in 59,74 Sekunden.

Doch damit nicht genug: Im letzten Finale des Tages war Hosszu auch als Schlussschwimmerin der ungarischen 4x200m Freistilstaffel zu sehen und schwamm ihr Team hier sogar noch auf Bronze. In einem Herzschlagfinale ging der Titel in 7:50,53 Minuten an das Team aus Italien, bei denen Federica Pellegrini auf den letzten Metern noch die zuvor fünf Sekunden in Führung liegenden Schwedinnen (7:51,03) abfing.

Ebenfalls im 4x200m Freistilfinale stand die Spanierin Mireia Belmonte, die Katinka Hosszu mehr und mehr den Titel als "Iron Lady" streitig machen will. Zum Auftakt der heutigen Finals war sie über die 800m Freistil im Einsatz und holte hier eine Silbermedaille. Statt wie ihre Konkurrentinnen danach das Pooldeck zu verlassen, ging sie jedoch direkt wieder auf die Bahn fünf, denn nun standen für sie die 200m Lagen an! Nur zwei Minuten lagen zwischen den beiden Finals. Ausgepowert von der langen Freistilstrecke reichte es hier jedoch für Belmonte nur zum achten Platz. Die spanische Staffel landete mit ihr als Schlusschwimmerin auf dem siebten Platz.

Den EM-Titel über die 800m Freistil holte zum Auftakt des Finaltages die Britin Jazmin Carlin in 8:15,54 Minuten. Bronze ging an die Ungarin Boglarka Kapas (8:22,06). Auch der DSV war in diesem Finale vertreten. Sarah Köhler kam in 8:30,94 Minuten auf den siebten Platz.

Neben Mie Nielsen holte auch Schmetterlingschwimmer Viktor Bromer heute eine Goldmedaille für das dänische Team. Über die 200m schmetterte er in 1:55,29 Minuten zum Sieg. Er verwies den Ungarn Bence Biczo (1:55,62) und Pawel Korzeniowski (1:55,74) auf die weiteren Podestplätze.

In den Halbfinals des heutigen Tages sicherte sich Alexandra Wenk einen Platz im morgigen Endlauf über die 100m Schmetterling. in 58,59 Sekunden zog sie als Achte ins Finale ein. Die Bestzeit des Halbfinals lieferte Schweden-Sternchen Sarah Sjöström in 57,39 Sekunden ab.

Die weiteren DSV-Schwimmer hatten in den Semifinals weniger Glück. Markus Deibler schied über die 100m Freistil in 49,13 Sekunden als Zwölfter aus. Die Bestzeit ging hier in 48,61 Sekunden an den Franzosen Florent Manaudou. Vanessa Grimberg kam über die 200m Brust in 2:27,01 Minuten auf den zehnten Platz. Rikke Möller Pedersen schwamm in 2:22,32 Minuten die schnellste Zeit des Halbfinals.

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