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Die swimsportnews-Berichterstattung zur Schwimm-EM 2014 wird präsentiert von Speedo

(20.08.2014) Doppeltes Silber gab es heute für die deutschen Schwimmfans bei den Europameisterschaften in Berlin zu bejubeln. Paul Biedermann und Philip Heintz schwammen über die 200m Freistil bzw. Lagen jeweils auf Platz zwei. Beide hätten sich beinahe sogar die EM-Titel geschnappt.


Spannung pur hielt der dritte Finaltag der Beckenwettbewerbe bei der Schwimm-EM 2014 bereit. Zwei Finals fanden mit deutscher Beteiligung statt. Zwei Medaillen gab es. Zweimal war es Silber und in beiden Fällen hätte es fast sogar zu mehr gereicht.

Mit Titelambitionen war Weltrekordhalter Paul Biedermann ins Finale über die 200m Freistil gestartet. In einem Herzschlagfinale sah es auf der letzten Bahn auch so aus als könnte sich der Hallenser Gold schnappen. Am Ende hatte jedoch der Serbe Velimir Stjepanovic die Finger einen Hauch eher an der Beckenwand. In 1:45,80 Minuten schlug Biedermann mit nur zwei Hundertsteln Rückstand auf Stjepanovic, der bereits die doppelte Distanz für sich entschieden hatte, als Zweiter an. Bronze ging an Frankreichs Olympiasieger Yannick Agnel in 1:46,65 Minuten.

Nicht nur Biedermann sorgte für Hochspannung. Auch Philip Heintz und Markus Deibler lieferten über die 200m Lagen ein starkes Rennen ab. Heintz wurde dafür am Ende ebenfalls mit Silber belohnt und hätte fast sogar mehr erreicht: In 1:58,17 Minuten kam er nur sieben Hundertstel hinter Serienmeister Laszlo Cseh ins Ziel.

Dieser feierte damit bereits seinen fünften EM-Titel in Folge über die 200m Lagen und hatte Heintz auf den letzten Metern gerade so hinter sich halten können. Lange Zeit hatte auch Markus Deibler auf Medaillenkurs gelegen. Er hatte in dem unglaublich engen Finale jedoch Pech und schlug letztlich als undankbarer Vierter hinter dem Briten Roberto Pavoni an.

Die weiteren Finals des heutigen Tages fanden zwar ohne DSV-Beteiligung statt, hatten aber dennoch einiges zu bieten. Über die 1500m Freistil der Herren sorgte der Italiener Gregorio Paltrinieri in 14:39,93 Minuten für einen neuen Europarekord. Der 19-Jährige unterbot damit die alte Bestmarkei des Russen Yuri Prilukov um mehr als drei Sekunden.

Hinter ihm holte Pal Joensen von den Faröer Inseln in 14:50,59 Minuten die Silbermedaille. Paltrinieris Landsmann Gabriele Detti kam in 14:52,53 Minuten auf den dritten Platz.

Auch in den Finals der Damen gab es am heutigen Tag Favoritensiege. Über die 100m Freistil holte sich Sarah Sjöström ihr drittes EM-Gold in Berlin. In 52,67 Sekunden hatte sie fast eine Sekunde Vorsprung auf die Niederländerin Femke Heemskerk (53,64). Auf den dritten Platz kam Sjöströms Team-Kollegin Michelle Coleman in 53,75 Sekunden.

Die Dänin Rikke Möller Pedersen entschied die 100m Brust in 1:06,23 Minuten souverän für sich. Silber ging in 1:07,04 Minuten an die Schwedin Jennie Johansson. Arianna Castiglioni schwamm in 1:07,36 Minuten auf den dritten Platz.

Auf Medaillenkurs liegt auch Marco Koch. Im Halbfinale über die 200m Brust zog er in 2:08,82 Minuten mit der zweitschnellsten Zeit des Feldes in den Endlauf ein. Besser war nur der Brite Ross Murdoch in 2:08,65 Minuten. In den morgigen Finals wird auch Rückenschwimmer Nic Graesser zu sehen sein, der in 25,11 Sekunden als Fünfter über die 50m-Strecke in den Endlauf schwamm.

Schluss war heute hingegen für Jenny Mensing und Lisa Graf, die über die 100m Rücken zeitgleich in 1:01,51 Minuten auf Platz zehn landeten.

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Bild: Alibek Käsler