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(14.07.2013) Am letzten Tag der Junioren-EM in Poznan konnten die deutschen Schwimmer noch einmal fünf Medaillen sammeln. Neben Silbermedaillen für die Herren der 4x100m Lagen- und die Damen der 4x200m Freistilstaffel gab es jeweils Bronze für Laura Riedemann, Marlene Hüther und Lisa Höpink. Zum JEM-Abschluss ließ es auch die internationale Jugend noch einmal krachen und stellte insgesamt fünf haushohe neue JEM-Rekorde auf.


Mit fünf Medaillen haben sich die deutschen Schwimmer am letzten Wettkampftag der Junioren-EM 2013 aus Poznan verabschiedet. Für die Highlights sorgten dabei einmal mehr die deutschen Staffeln. Sowohl die Lagenherren als auch die Damen der 4x200 Freistilstaffel holten sich jeweils Silber und mussten sich dabei lediglich den überragenden russischen Teams geschlagen geben.

Über die 4x200m Freistil schwammen Antonia Massone, Rosalie Käthner, Alina Jungklaus und Leonie Antonia Beck in 8:07,75 Minuten mit souveränen 2,29 Sekunden Vorspung vor dem Team aus Spanien auf den zweiten Platz. Die Goldmedaille sicherten sich die Athletinnen aus Russland, die mehr als eine Liga zu stark für den Rest des Feldes waren. In 8:01,62 Minuten pulverisierten sie den alten JEM-Rekord über diese Strecke um satte 5,16 Sekunden. Die alte Bestmarke hatte das deutsche Team bei der JEM 2010 augestellt.

Auch DSV-Lagenherren schwimmen zur Silbermedaille

Auch über die 4x100m Lagen führte kein Weg an den russischen Schwimmern vorbei. In 3:37,93 Minuten holten sie sich ebenfalls mit neuem JEM-Rekord und mehr als dreieinhalb Sekunden Vorsprung den Titel. Dahinter sicherten sich Carl-Louis Schwarz, Alexander Kunert, Yannick Lindenberg und Damian Wierling in 3:41,45 Minuten die Silbermedaille. Damit lag das DSV-Team 1,35 Sekunden vor der Staffel aus Schweden.

Bronze für Hüther bei Meilutyte-Rekord

Jeweils Bronzemedaillen gab es am letzten Wettkampftag für Laura Riedemann, Marlene Hüther und Lisa Höpink. Hüther schwamm über die 100m Brust in 1:09,20 Minuten auf den dritten Platz. Der Sieg ging hier an Olympiasiegerin Ruta Meilutyte, die in 1:05,48 Sekunden eine neue JEM-Bestmarke aufstellte und dabei nur um 2,8 Zehntel über ihrem im Rahmen der Mare Nostrum Tour geschwommenen Europarekord blieb. Die Silbermedaille ging hier in 1:07,85 Minuten an die Ukrainerin Viktoriya Solntseva. DSV-Athletin Margarethe Hummel schwamm in 1:10,97 Minuten auf den neunten Platz.

Auch Riedemann und Höpink schwimmen auf Platz drei

Für Laura Riedemann reichte es über die 100m Rücken wie schon über die halbe Distanz erneut zum dritten Rang. In 1:02,61 Minuten schlug sie hinter der Russin Daria Ustinova (1:01,14) und der Britin Kathleen Dawson an. Die 200m-Europameisterin Sonnele Öztürk wurde in 1:03,17 Minuten Fünfte.
In einen hochspannenden Finale über die 200m Lagen gab es zudem Bronze für Lisa Höpink, die in 2:16,64 Minuten hinter Dalma Sebestyen (2:16,10) aus Ungarn und Emma Day (2:16,14) aus Großbritannien Dritte wurde. Insgesamt lagen hier die ersten fünf Athletinnen innerhalb von nur 1,01 Sekunden. Emily Siebrecht schlug in 2:20,59 Minuten als Zehnte an.

Weitere JEM-Rekorde durch Russlands Top-Nachwuchs

In den weiteren Finals sorgten die internationalen Nachwuchsstars für Spitzenzeiten. Über die 50m Freistil sicherte sich Evgeny Sednov in 22,07 Sekunden den Sieg und damit sein drittes Einzel-Gold in Poznan. Bereits im Halbfinale hatte er den JEM-Rekord auf 22,06 Sekunden gedrückt. DSV-Schwimmer Jonas Bergmann kam im Finale über die 50m Freistil auf Platz sieben.
Über die 400m Lagen konnte mit Semen Makovich ein weiterer russischer Athlet für eine herausragende Leistung sorgen. Er unterbot in 4:14,65 Minuten den alten JEM-Rekord des Ungarn Gergo Kis um mehr als zwei Sekunden. DSV-Schwimmer waren hier im Finale nicht im Einsatz.

Beim Sieg des Briten James Guy über die 200m Freistil kam Poul Zellmann (1:50,21) auf den fünften Platz. Yannick Lindenberg (1:01,75) und Max Pilger (1:04,50) schwammen über die 100m Brust auf die Plätze fünf und zehn. Gold ging hier an Vsevolod Zanko aus Russland in 1:00,96 Minuten. Lindenberg stellte mit seiner Zeit einen neuen deutschen Altersklassenrekord bei den 18-Jährigen auf.

Die DSV-Resultate der heutigen Finals im Überblick:

100m Rücken - weiblich:
Bronze: Laura Riedemann - 1:02,61
5. Sonnele Öztürk - 1:03,17

100m Brust - männlich:
5. Yannick Lindenberg - 1:01,75
10. Max Pilger - 1:04,50

100m Brust - weiblich:
Bronze: Marlene Hüther - 1:09,20
9. Margarethe Hummel - 1:10,97

200m Freistil männlich:
5. Poul Zellmann - 1:50,21

200m Lagen weiblich:
Bronze: Lisa Höpink  - 2:16,64
10. Emily Siebrecht - 2:20,59

50m Freistil - männlich:
7. Jonas Bergmann - 23,15

4x200m Freistil - weiblich:
Silber: Massone / Käthner / Jungklaus / Beck - 8:07,75

4x100m Lagen - männlich:
Silber: Schwarz / Kunert / Lindenberg / Wierling - 3:41,45

Die weiteren Ergebnisse der DSV-Schwimmer in den JEM-Halbfinals:

50m Schmetterling - weiblich:
20. -Lisa Höpink - 28,96

50m Freistil - männlich:
12. Damian Wierling - 23,25