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(12.07.2013) Nach den medaillenreichen ersten beiden Wettkampftagen haben die deutschen Schwimmer bei der Junioren-EM heute einen Gang raus genommen. Immerhin drei Medaillen konnte das DSV-Team jedoch feiern. Neben Silber für die Lagenstaffel der Damen und Bronze für das 4x200m Freistilquartett der Herren gab es einen dritten Platz im Rückensprint für Laura Riedemann.


Nachdem es für die deutschen Schwimmer an den ersten beiden Tagen der JEM 2013 in Poznan (Polen) ein Dutzend Medaillen gegeben hatte, musste sich das Team von Junioren-Bundestrainer Achim Jedamsky heute mit drei Podestplätzen und der ein oder anderen verpassten Chance zufrieden geben.

Für die beste DSV-Platzierung des Tages sorgten die Damen über die 4x100m Lagen. Laura Riedemann, Lisa Höpink, Margarethe Hummel und Helen Scholtissek schwammen in 4:07,48 Minuten zur Silbermedaille. Dabei mussten sie sich nur dem in Poznan dominierenden russischen Team (4:06,11) geschlagen geben. Lange Zeit hatte das deutsche Quartett mit der Staffel aus Russland mithalten können. Doch auf der letzten Teilstrecke zog Olympia-Teilnehmerin Maria Baklakova mit einer Zwischenzeit von 53,87 Sekunden über die 100m Freistil davon und sicherte so einen souveränen russischen Sieg. Über die Bronzemedaille konnte sich die Staffel der Gastgeber freuen.

Riedemann holt nach Meisterleistung im Halbfinale "nur" Bronze

Für Staffel-Startschwimmerin Laura Riedemann war dies bereits der zweite Podestplatz des Tages. Zuvor hatte sie sich über die 50m Rücken in 29,05 Sekunden die Bronzemedaille geholt. Bei dieser Medaille dürfte jedoch etwas Wehmut mitschwingen. Noch im Halbfinale zu Beginn des Wettkampfabschnittes hatte Riedemann in 28,56 Sekunden für die schnellste Zeit gesorgt. Im Finale hätte dies zum Sieg vor der Russin Daria Ustinova (28,63) und Kathleen Dawson (28,69) aus Großbritannien gereicht. Sonnele Öztürk, die gestern den Meistertitel über die 200m Rücken geholt hatte, schwamm in 29,88 Sekunden auf den achten Platz im Finale über die 50m-Strecke.

Freistilherren schwimmen auf Platz drei

Mehr Freude dürften die Herren der 4x200m Freistilstaffel über ihre Medaille verspüren. In einem hochspannenden Finale sicherten sich Poul Zellmann, Lucas Schenke, Michael Stöhner und Damian Wierling in 7:23,40 Minuten den dritten Platz. Damit verfehlte das Team zwar knapp die Silbermedaille, welche mit zwölf Hundertsteln Vorspung an Spanien ging. Immerhin konnte man dank einer starken Leistung von Schlussschwimmer Damian Wierling jedoch die bis zur letzten Bahn um die Medaillen mitschwimmenden Teams aus Russland und Italien hinter sich lassen. Der Sieg ging dank eines überragenden James Guy an letzter Position der Staffel an das Quartett aus Großbritannien.

Wierling schrammt an Medaille über 100m Freistil vorbei

Dabei dürfte DSV-Schlussschwimmer Wierling mit einer gehörigen Portion Wut an den Start gegangen sein. Zuvor hatte der Essener im Einzelfinale über die 100m Freistil nur haarscharf die Medaillen verpasst. In 50,25 Sekunden schwamm er auf den vierten Rang und lag damit beim Anschlag nur drei Hundertstel hinter dem Polen Sebastian Szczepanski, der sich die Bronzemedaille schnappte. Gold ging hier wie bereits über die 50m Schmetterling souverän an den Russen Evgeny Sednov (49,23).
In den weiteren Finals des Tages gab es über die 200m Brust einen fünften Platz für Marlene Hüther (2:31,27). Ihre Team-Kameradin Margarethe Hummel belegte hier in 2:31,64 Minuten den siebten Platz. Über die 200m Schmetterling der Herren schwamm Alexander Kunert in 2:01,59 Minuten auf den achten Rang. Antonia Massone wurde über die 1500m Freistil in 17:02,35 Minuten ebenfalls Achte.

Die heutigen Finalergebnisse der DSV-Schwimmer bei der JEM 2013:

200m Schmetterling - männlich:
8. Alexander Kunert - 2:01,59

200m Brust - weiblich:
5. Marlene Hüther - 2:31,27
7. Margarethe Hummel - 2:31,64

100m Freistil - männlich:
4. Damian Wierling - 50,25

50m Rücken - weiblich:
Bronze: Laura Riedemann - 29,05
8. Sonnele Öztürk - 29,88

1500m Freistil - weiblich:
8. Antonia Massone - 17:02,35

4x200m Freistil - männlich:
Bronze: Zellmann / Schenke / Stöhner / Wierling - 7:23,40

4x100m Lagen - weiblich:
Silber: Riedemann / Höpink / Hummel / Schlotissek - 4:07,48

Lindenberg verpasst Finale im Ausschwimmen

In den Halbfinals des heutigen Tages musste Brustschwimmer Yannick Lindenberg eine Extrarunde drehen und wurde dafür nicht einmal belohnt. Zunächst war er im Semifinale in 28,90 Sekunden zeitgleich mit dem Italiener Filippo Franceschi auf den zehnten Platz geschwommen. Somit mussten beide ins Ausschwimmen um den letzten Startplatz für das Finale. Zwar konnte sich Lindenberg in 28,84 Sekunden noch einmal steigern. Sein italienischer Gegner legte jedoch noch einmal eine gehörige Schippe drauf und zog in 28,68 Sekunden in den Endlauf ein. Hier sicherte sich der Schwede Johannes Skagius in 27,71 Sekunden den Sieg. Für den ausgepowerten Franceschi reichte es in 29,27 Sekunden nur zum letzten Platz im Finale.
In den weiteren Halbfinals qualifizierten sich Rosalie Käthner und Alina Jungklaus für den morgigen Endlauf über die 200m Freistil. Lisa Höpink zog über die 100m Schmetterling ins Finale ein.

Die Ergebnisse der deutschen Schwimmer in den JEM-Halbfinals:

50m Brust - männlich:
10. Yannick Lindenberg - 28,90

200m Freistil - weiblich:
4. Rosalie Käthner - 2:03,06 Q
9. Alina Jungklaus - 2:03,70 Q

200m Rücken - männlich:
12. Carl-Louis Schwarz - 2:03,73

100m Schmetterling - weiblich:
10. Lisa Höpink - 1:01,10 Q
17. Cosima Kleine - 1:02,85

Die wichtigsten Links zur JEM 2013: